Auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle sollten Passagiere Wertgegenstände wie Schmuck und Uhren sicher im Handgepäck oder in der Jackentasche verstauen. Denn geht auf dem Förderband etwas verloren, besteht kein Anspruch auf Schadensersatz.
Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor. Wie die Fachzeitschrift “ReiseRecht aktuell” berichtet, hatte ein Fluggast nach der Sicherheitskontrolle den Verlust seiner teuren Uhr beklagt. Die Airport-Mitarbeiter am Förderband gaben jedoch an, die Uhr nicht gesehen zu haben. Auch eine Durchsuchung durch Polizeibeamte brachte die Uhr nicht zum Vorschein.
Das Gericht sah es daher nicht als erwiesen an, dass die Uhr tatsächlich bei der Sicherheitskontrolle abhanden kam. Ebenso sei denkbar, dass der Kläger seine Uhr bereits vorher verloren habe, oder dass ein anderer Passagier diese beim Sicherheits-Check an sich genommen habe.
Ein Schadensersatz durch die Bundesrepulik Deutschland, als Auftraggeberin der Sicherheitskontrollen an Flughäfen, wurde dem Kläger nicht zugesprochen. Daher gilt: Wertvolle Gegenstände lieber nicht auf das Förderband legen, es sei denn, es gibt zuverlässige Zeugen dafür!
(Az.: 1 U 169/08)
01. März 2010 um 19:42
Die Kontrollen mögen notwendig sein – wenn geeignete Personen diese durchführen ! Ein selbst erlebtes Beispiel: Da gehbehindert, benötige ich einen Stock als Gehhilfe. Anruf bei der Bundespolizei Frankfurt/M.-Flughafen und Frage ob Stock in die Kabine mitgenommen werden darf. Antwort: Da man mit dem Stock andere Passagiere und die Flugsicherheit gefährden kann: NEIN, Stock muß mit Gepäck aufgegeben werden. Fluggesellschaft kann ja einen wheel-chair für Gehbehinderte anfordern. Nach der Personen-Kontrolle vor Abflug sehe ich mehrere Passagiere mit Gehstock hinter der Absperrung.
Frage an den Supervisor der Abfertigung weg. Mitnahme in die Kabine: Selbstverständlich JA, wenn der Stock als Gehhilfe benötigt wird. Wer ist der Dumme: keine der Aukunftserteilenden, sondern der Passagier natürlich.
01. März 2010 um 21:27
Das finde ich mal wieder bemerkenswert:
erst sollen alle Gegenstände vom Körper und dann wird nicht bei Verlust gehaftet. Solche Kontrolleure kann man sich sparen. Worauf achten denn diese Spezialisten oder ist es nur wieder Fremdpersonal?