Recht bestätigt: Passagiere können Entschädigung bei Flugverspätung einfordern

Das im November 2009 durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) getroffene Urteil zu Flugverspätungen wurde gestern durch den Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt: Hebt ein Flug mindestens drei Stunden zu spät ab, kann der Fluggast Entschädigungsansprüche geltend machen.

Folgende Ausgleichszahlungen müssen Airlines leisten, wenn der Flug mindestens drei Stunden zu spät startet: 250 Euro bei einer Strecke bis 1500 Kilometer, 400 Euro bei innereuropäischen Flügen und Interkontinentalflügen bis 3000 Kilometer, 600 Euro bei Langstreckenflügen. Die Zahlungspflicht entfällt lediglich bei Verspätung aufgrund “außergewöhnlicher Umstände”. Dies können beispielsweise schlechte Wetterbedingungen sein oder Streik.

Nach dieser nochmaligen Stärkung der Fluggastrechte durch den BGH sollten betroffene Passagiere nicht länger zögern, Airlines zur Rechenschaft zu ziehen. Für den Fall, dass Airlines nicht auf eine Beschwerde reagieren, können sich Fluggäste auch kostenlos an die Schlichtungsstelle öffentlicher Personenverkehr in Berlin wenden. Sie bemüht sich um die gütliche Einigung zwischen Transportunternehmen und Verbrauchern in Deutschland.

(AZ: Xa ZR 95/06 – Urteil vom 18. Februar 2010)

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geschrieben von: Co-Pilotin | Flugrecht | 400 Kommentare