Streikpause in Berlin und neue Streiks in Italien

Foto Auch am Flughafen Berlin-Schönefeld läuft dank einer Streikpause der Flugverkehr wieder normalVerdi hat an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld eine Streikpause des Bodenpersonals bis nach dem Wochenende angekündigt. In Italien wollen die Fluglotsen am 20. März erneut streiken.

Verdi: Streikpause in Berlin bis Montag

Der Streik des Bodenpersonals an den Flughäfen Berlin-Tegel und Schönefeld hat dazu geführt, dass seit Montag kaum ein Flugzeug abhob. Nun will die Gewerkschaft Verdi vorerst auf weitere Arbeitsniederlegungen bis einschließlich des Wochenendes verzichten, nachdem der Streik planmäßig gestern früh gegen 5 Uhr beendet wurde. Im Rahmen des Arbeitskampfes wurden allein am Dienstag in Schönefeld 125 Flüge gestrichen, in Berlin-Tegel 453 – das waren etwa 90 Prozent der Flüge. Gestern normalisierte sich der Flugbetrieb auf beiden Airports schrittweise.

Man habe sich zu einer Streikpause entschlossen, um den Arbeitgebern eine weitere Pause zum Nachdenken zu gewähren, hieß es von Verdi. Allerdings könne der Konflikt nur mit einem verbesserten Angebot durch die Arbeitgeber beigelegt werden. Diese hatten zuvor eine Schlichtung vorgeschlagen, um für beide Seiten eine vertretbare Lösung zu finden. Die Gewerkschaft fordert einen Euro mehr Stundenlohn für das Bodenpersonal, die Arbeitgeber haben bislang 27 Cent mehr geboten.

Ryanair hat eigenes Personal eingeflogen

Parallel dazu verschärft sich der Konflikt, weil die Billigflieger Ryanair und Easyjet eigenes Personal nach Schönefeld eingeflogen haben, damit Flüge abgefertigt werden können. Verdi reagierte verärgert und stellte klar, dass man im Falle des Einsatzes von Streikbrechern neue Streiks nicht mehr vorher ankündigen werde. Zudem wirft Verdi dem Low Coster Ryanair und dem Flughafen vor, dass die Streikbrecher von Ryanair ohne Sicherheitsüberprüfung auf dem Vorfeld im Einsatz seien. Ryanair hält dagegen und erklärt, dass auf dem Vorfeld nur „voll ausgebildete und befugte“ Mitarbeiter des Bodenpersonals im Einsatz seien. Verdi hat Medienberichten zufolge Anzeige beim Luftfahrtbundesamt erstattet.

Streik: Italiens Fluglotsen wollen am 20. März die Arbeit niederlegen

Italienische Gewerkschaften kündigten für den 20. März von 13 bis 17 Uhr einen Ausstand der staatlichen Flugüberwachung ENAV an. An diesem Tag könnte es für Flugreisende in Italien wieder zu Verzögerungen und Flugausfällen kommen. Von dem Ausstand betroffen sind alle Aera Control Center (ACC), die den Flug durch die unterschiedlichen Lufträume überwachen, sowie die Fluglotsen aller italienischen Flughäfen. des Landes. Welche konkreten Auswirkungen der Streik haben wird, ist derzeit noch offen.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Die Flugwelt A - Z, Flughafen Infos | 0 Kommentare