Flughafen Hahn: Verkauf steht 2016 an

Foto Für den Flughafen Hahn soll schon bald ein Käufer bzw. Investor gefunden werdenRheinland-Pfalz und Hessen wollen ihre Anteile am Flughafen Hahn veräußern und für den defizitären Airport einen privaten Investor finden. Er gehört zu 82,5 Prozent Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen.

132,8 Millionen Euro Schulden lasten auf dem Aiport

Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium hat die Entschuldung des Hundsrück Airports eingeleitet und will den kompletten Flughafen an den Mann bringen. Ein potenzieller Investor bzw. Käufer, der europaweit gesucht wird, kann nur in den gesamten Flughafen Hahn einsteigen. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) wollte sich Journalisten gegenüber nicht konkret festlegen, bis wann der Verkaufsprozess beendet sein wird. Lediglich „irgendwann 2016″ war zu lesen. Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Hessen seien grundsätzlich dafür offen, im Bedarfsfall all ihre Gesellschafteranteile zu veräußern.

Entschuldung wurde eingeleitet

Nach den positiven Entscheidungen in den EU-Beihilfeverfahren Anfang Oktober vergangenen Jahres wurde die Entschuldung der Flughafen Frankfurt-Hahn Gesellschaft (FFHG) in Höhe von 121,9 Millionen Euro genehmigt. Aufgrund der Entscheidung der EU-Kommission könne am Flughafen Hahn nun die geplante Neuausrichtung umgesetzt werden, so der Minister Lewentz. Zurück bleiben zu Jahresbeginn 2015 folglich Restschulden von rund 11 Millionen Euro, die planmäßig aus den Mitteln der FFHG getilgt werden.
Bundesweit kämpfen auch andere Regionalflughäfen um ihre Existenz. Die Zeiten, in denen die jeweiligen Bundesländer „ihre“ Airports stark subventionierten, haben  laut EU-Beschluss bald ein Ende.

Riesengrundstück steht zum Verkauf

Der Flughafen Hahn will ein 125.000 Quadratmeter großes Grundstück, die so genannte Housing verkaufen, für das die Bieterfrist am 10. April 2015 endet. Das Areal wurde bis in die 1990er Jahre vom US-Militär genutzt und liegt zwischen dem eigentlichen Flughafen und der Landespolizeischule. Derzeit stehen dort 24 Wohngebäude sowie ein ehemaliges Büro- und Lagerhaus. In Abhängigkeit vom Konzept des künftigen Besitzers können die vorhandenen Gebäude weitergenutzt, umgenutzt oder abgerissen werden. Auch Neubauten seien auf der Fläche möglich. Allerdings wird Wert darauf gelegt, dass ein Bieter den Zuschlag bekommt, der nicht nur einen guten Preis zahlt, sondern dessen Projekt auch den Wirtschaftsstandort belebt und voranbringt.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Flughafen Infos | 0 Kommentare