BER: Herr Zuckerberg will nicht

Bild Flughafen Berlin BrandenburgDas Karma meint es mal wieder nicht gut mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg. Nicht nur, dass der Pannen-Airport schon länger als ewige Baustelle verschrien ist, jetzt gab es auch von dem wohl angesagtesten Unternehmer der Welt eine Abfuhr.

Peinlich, peinlich – da wollte sich BER-Chef Karsten Mühlfeld beim Facebook-Gründer und Social-Media-Milliardär Mark Zuckerberg beliebt machen und erntete doch nur Spott von der deutschen Presse. Was war passiert?

Facebook-Chef lässt BER-Geschäftsführer warten

Ende Februar war der vielumworbene Gründer von Facebook zu Besuch in Berlin und traf sich mit allerlei Polit-Prominenz, mit Studenten, mit Unternehmern, mit Meinungsführern und Entscheidern. Den Chef des Berliner Pannen-Airports wollte Mark Zuckerberg jedoch nicht treffen – zumindest nicht nachts auf einem Rollfeld vom Flughafen Berlin-Schönefeld, der irgendwann einmal, vielleicht sogar schon im nächsten Jahr, eröffnet werden soll. Da stand nämlich, so schreibt es die BILD, BER-Geschäftsführer Mühlenfeld, mit seiner Frau, einem Pressesprecher und einem Schild mit der Aufschrift „Welcome to Berlin Mark Zuckerberg“, als der Privatjet um 0 Uhr Ortszeit in der Hauptstadt landete. Für den 31-jährigen Kalifornier wohl zu viel des Guten, hatte er doch im Vorfeld darum gebeten, den Termin seiner Ankunft vertraulich zu behandeln. Er schätze die Geste, ließ er über seine Entourage verlauten, wolle den Mann am Rollfeld aber nicht treffen.

Die Posse geht weiter

So weit, so gut. Verständlich ist es ja, dass sich Mark Zuckerberg nicht mit jedem ablichten lassen will, zumal der Willkommensgruß nicht mit ihm abgesprochen war. Glaubt man jedoch dem Boulevardblatt, das aus einer aus der Situation resultierenden Beschwerde des privaten Boden-Dienstleisters Berlin Aviation Service (BAS) zitiert, wollte der Chef der Flughafengesellschaft das Ganze nicht so einfach hinnehmen. 15 bis 20 Minuten soll es angeblich gedauert haben, bis der Abgewiesene den Ort verlassen habe und Zuckerberg aus seinem Privatjet aussteigen konnte.

Alles Quatsch, sagt der Sprecher des Flughafens, Lars Wagner. Herr Mühlenfeld habe sich rasch zurückgezogen und man habe sich anschließend auch in einem Schreiben für die Aktion entschuldigt. Aus dem Umfeld des Jungunternehmers habe es daraufhin die Antwort gegeben, die Situation sei „awkward and uncomfortable“ gewesen, weil es nachts und der Willkommensgruß nicht angekündigt worden war. Man könne die Angelegenheit aber als erledigt betrachten.

Tags: , , ,

geschrieben von: Co-Pilotin | Flughafen Infos | 0 Kommentare