BER: 5,4 Milliarden reichen

Foto Der Hauptstadtflughafen BER benötigt kein zusätzliches GeldGute Nachrichten vom Hauptstadtflughafen BER: 5,4 Milliarden Euro sollen ausreichen, versicherte BER-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn dem Berliner Abgeordnetenhaus. Auch am Termin der Inbetriebnahme wird sich nichts ändern.

Mehdorn: Inbetriebnahme 2017

„Wir sind uns sehr sicher, dass wir mit den 5,4 Milliarden Euro auskommen“, sagte BER-Chef Mehdorn gegenüber dem Berliner Parlament. Nach immer neuen Kostenexplosionen braucht das Flughafenprojekt nicht mehr Geld. Die letzte Änderung des Kostenplans wurde im Sommer 2014 durch den Aufsichtsrat vorgenommen, auf weitere 1,1 Milliarden Euro hatte sich Berlin damals festgelegt. Jetzt kann der Bau- und Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhaus aufatmen. Im Vergleich zu anderen europäischen Flughafenprojekten würde laut Mehdorn „damit der Flughafen ein günstiger Flughafen sein.“ Außerdem ist er zuversichtlich bezüglich des Termins für die Inbetriebnahme des BER in der zweiten Jahreshälfte 2017. Durch Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme kam es immer wieder zu Verzögerungen, ursprünglich war die Inbetriebnahme bereits für Oktober 2011 vorgesehen. Dass es nicht wieder zu einer Verschiebung komme, davon versuchte Technik-Chef Jörg Marks das Parlament zu überzeugen: „Wir wissen exakt, was wir bauen wollen.“

Erweiterungsbau unumgänglich

Für 27 Millionen Fluggäste jährlich sollte der neue Berliner Flughafen ausgelegt sein, allerdings wurden an den Airports Tegel und Schönefeld bereits im vergangenen Jahr 28 Millionen Passagiere abgefertigt. Für das Jahr 2020 werden bis zu 40 Millionen Fluggäste prognostiziert, schon zehn Jahre später sei mit 50 Millionen Passagieren zu rechnen. Der Erweiterungsbau sei deshalb unbedingt notwendig. Doch schon die vom Ausschuss genehmigten 1,1 Milliarden Euro müssen noch eine Finanzierung finden. Bisher ist unklar, ob diese mit den Mittenl der Gesellschafter, das sind der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg, Krediten oder Anleihen zu stemmen ist. Auch die EU muss die geplante Finanzspritze noch genehmigen, Gespräche laufen aber bereits. Für dieses Jahr steht außerdem noch ein Führungswechsel bevor: Spätestens Ende Juni wird Mehdorn seinen Posten räumen. Als sein Nachfolger wird Technik-Chef Marks gehandelt.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Flughafen Infos | 1 Kommentar