Mehr Beinfreiheit auch in der Economy

Auch Politiker machen sich Gedanken um die Beinfreiheit in Flugzeugen. So auch die CDU-Bundestagsabgeordnete und Tourismusexpertin Rita Pawelski, deren Botschaft lautet: „Die Gesundheit der Menschen, vor allem aber die Sicherheit der Passagiere, darf nicht für günstige Preise ‘auf der Strecke’ bleiben! Es muss für mehr Beinfreiheit im Flieger auch in der Economy-Class gesorgt werden.”

Auch in der Economy Class muss es möglich sein, mehr Komfort und Sicherheit für die Passagiere anzubieten, meint Rita Pawelski. Das hat sie in einem persönlichen Brief an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer deutlich gemacht. Die Politikerin ist der Meinung, dass vor allem auf längeren Strecken für große oder dickere Passagiere Gesundheitsgefahr bestehe. „Ärzte und Vielflieger warnen vor allem vor Thrombose, weil bei fast allen Airlines die Sitzabstände immer enger werden”, so ihre Argumentation. „Gerade für lang gewachsene Personen ist schon ein Zwei-Stunden-Flug oft eine körperliche Qual und leider auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden. … Außerdem ist ein Bewegen der Beine oder gar ein Ausstrecken – auf längeren Flügen aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich – nicht möglich. Zusätzlich ist zu bedenken, dass dem gewollt knapper werdenden Platz im Flieger zunehmend größer werdende Menschen gegenüber stehen.” Zudem gebe es für Autos und andere Transportmittel strenge, kosten- und gewinnunabhängige Sicherheitsstandards und EU-Verordnungen, für den Mindestabstand zwischen den Sitzreihen bei Flugzeugen aber existiere keine verbindliche Vorschrift.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) plant in nächster Zeit keine Vorschrift für den Mindestabstand, da es keine wissenschaftlichen Belege für den Zusammenhang zwischen zu engen Sitzreihen im Flugzeug und der Gefahr von Thrombose gibt. „Wir sind aber offen für neue Erkenntnisse und hätten auch die Möglichkeit, das in Zukunft zu regulieren”, sagte der EASA-Sprecher.
Ohne wissenschaftliche Belege wird die EASA die geltende Bauverordnung allerdings nach eigenen Angaben nicht ändern. „Wir sind aber offen für neue Erkenntnisse und hätten auch die Möglichkeit, das in Zukunft zu regulieren”, sagte der EASA-Sprecher.

Quelle: bild / spiegel online

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