Luftverkehrsabgabe ist beschlossene Sache

Das Bundeskabinett hat die Einführung der umstrittenen Luftverkehrsabgabe beschlossen. Sie wird in drei Stufen gegliedert sein, die sich nach der Entfernung richten. Der Entwurf muss den Bundestag und den Bundesrat noch passieren.

Die Luftverkehrsabgabe, die für Starts von deutschen Airports fällig wird, gilt ab sofort für Reisen ab 2011. Tickets, die ab 1. September 2010 für Flüge ab Januar 2011 gebucht werden, unterliegen bereits der Abgabe. Das ist der Inhalt eines Gesetzentwurfes, den das Bundeskabinett am 1. September beschlossen hat. Das soll „Ticket-Hamsterkäufen” einen Riegel vorschieben. Finanzminister Wolfgang Schäuble rechnet damit, dass die Airlines die entstehenden Mehrkosten auf die Passagiere abwälzen.

Konkret sieht die Steuer wie folgt aus: Für Inlandsflüge und Kurzstreckenrouten innerhalb Europas werden pro Fluggast 8 EUR zu zahlen sein. Bei Mittelstreckenflügen werden 25 EUR fällig, für die Langstrecke 45 EUR. Kinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz sind ausgenommen.
Bis 30. Juni 2012 soll die Regierung dem Bundestag über den Einfluss der Luftverkehrsabgabe auf die Branche Bericht erstatten.

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