Laserpointer: Importstopp wegen Blendattacken auf Flugzeuge

Die Union fordert einen Importstopp für leistungsstarke Laserpointer, weil die Zahl der Blendattacken auf Piloten beim Landeanflug ständig steigt. Der Pilotenvereinigung Cockpit geht das jedoch nicht weit genug, sie verlangt, bereits den Besitz der Geräte für Privatpersonen zu verbieten.

Angesichts der steigenden Zahl von Blendattacken auf landende Flugzeuge bzw. Rettungs- und Polizeihubschrauber hat die Union ein Einfuhrverbot für starke Laserpointer angeregt. „Die Bundesregierung muss schnellstens reagieren, bevor etwas passiert und Menschen zu Schaden kommen. … Auch das Mitführen von diesen starken Lasern muss für Privatleute untersagt werden”, äußerte Unions-Fraktionsvize Günter Krings gegenüber der „Welt am Sonntag”.
Der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) geht das noch nicht weit genug. Sie fordert ein schärferes Vorgehen, weil der Zoll das Einfuhrverbot nur sehr schwer kontrollieren kann. In Deutschland dürften Laser mit einer Leistung von mehr als einem Milliwatt zwar nicht in Läden verkauft werden, man bekommt sie aber im Internet. Die VC fordert deshalb, bereits den Besitz derartiger Geräte für Privatpersonen unter Strafe zu stellen.
Die deutschen Luftfahrtunternehmen meldeten 2010 273 Blendattacken, das sind fast acht Mal so viele wie im Vorjahr.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Allgemein | 1 Kommentar