Valentinstag: Wenn rote Rosen reisen …

Morgen ist Valentinstag – für viele von uns ein Anlass, Blumen sprechen zu lassen. Vorzugsweise rote Rosen. Damit auch jeder, der möchte, seinem liebsten Menschen ein blumiges Geschenk überreichen kann, betätigt sich die Lufthansa als Rosentransporter.

Der Flug der Rosen beginnt in Ostafrika und Südamerika

Der Valentinstag steht vor der Tür und morgen lassen viele Menschen Blumen sprechen – zumeist den Klassiker, nämlich rote Rosen. Doch wo kommt die ganze Pracht für den Festtag der Liebenden her, wenn in Deutschland die Temperaturen in ganz Europa permanent im Keller sind? Ein Fall für Lufthansa Cargo: Einige Tage vor dem Valentinstag sind manche Frachtflieger der Kranich-Airline komplett mit Rosen gefüllt. Allein in diesem Jahr gehen etwa 20 Millionen Blumen auf die Reise, das entspricht zwölf Flügen mit Boeing MD-11-Frachtflugzeugen.

Um die hohe Nachfrage zum Valentinstag decken zu können, stockt Lufthansa Cargo jedes Jahr im Februar den regulären Frachtflugplan mit speziellen Charterflügen auf. In diesen Tagen verbinden Spezialflieger von Deutschlands größter Airline mehrmals pro Woche die „Blumen-Länder“ – meist Kenia und einige südamerikanische Staaten wie beispielsweise Equador – mit ihrem Drehkreuz in Frankfurt. Für den Transport verderblicher Ware – und dazu zählen auch Blumen – hat die führende europäische Frachtairline das Spezialprodukt Fresh/td entwickelt, sodass die Ware frisch und duftend beim Verbraucher ankommt.

Ausgefeilte Logistik sorgt für schonenden Transport

Zuvor konnten die Schönheiten unter idealen klimatischen Anbaubedingungen in den Anbauländern ihre volle Blüte entfalten. Damit das auch während der Reise nach Europa und möglichst noch lange danach so bleibt, sorgt eine ausgefeilte Logistik dafür, dass die Rosen schnell und schonend an ihren Zielort gelangen. Die meist kurzstieligen Rosen aus Afrika werden auf den Blumenfarmen rund um die Stadt Naivasha – Afrikas Hauptstadt der Rosen im Zentrum des Landes – mehrmals täglich geschnitten und sofort ins Wasser gestellt und gekühlt. Nach dem Sortieren und Verpacken werden die Blumen auf direktem Weg zum Flughafen gebracht und in den optimal temperierten Laderaum der Frachtflugzeuge verladen. Nach der Landung in Frankfurt kommen die Blumen auf schnellstem Wege zu den Blumenhändlern und in die Hände vieler Verliebter in ganz Europa. Rosen aus Ecuador sind langstieliger, großblütiger und etwas teurer – kommen jedoch auf dem selben Weg nach Europa. Wer sich das Ursprungsland der Königin der Blumen selbst ansehen möchte, findet bei fluege.de die passenden Flüge nach Equador.

Umweltbilanz ist nicht schlecht, aber dennoch umstritten

Sorgen um die Umweltbilanz der Königin der Blumen muss man übrigens nicht vordergründig haben – es sei denn, man verzichtet komplett auf Blumen. Es ist erwiesenermaßen umweltfreundlicher, die Rosen auf die etwa 6.000 Kilometer lange Reise zu schicken, als sie in Europa zu züchten Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der britischen Cranfield University. Demnach ist der Blumen-Transport per Flugzeug weniger CO2-intensiv, als die künstliche Bewässerung und zusätzliche Wärme- und Lichtzufuhr, die bei einem Anbau hierzulande erforderlich wären. Zudem sind die meisten der eingeflogenen Rosen Fairtrade-zertifiziert. Wer dennoch Gewissensbisse hat, sollte in diesen Tagen dann doch lieber auf einheimische (Eis-)Blumen setzen 😉

Video: Lufthansa transportiert die auf Rosenfarmen gezüchteten Blumen direkt nach Europa

Quelle: YouTube / The Ultimate Rose

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Flughafen Infos | 0 Kommentare