Turkish Airlines in den roten Zahlen

Foto Turkish Airlines reduziert Flotte und Verbindungen

Die türkische Nationalairline musste in den letzten Monaten Flugziele aus ihrem Programm streichen und Teile ihrer Flotte still legen. Ursache sind die rückläufigen Passagierzahlen bei dem Lufthansa-Konkurrenten.

Turkish Airlines schreibt erstmals seit der Teilprivatisierung rote Zahlen. Deshalb zieht die Fluggesellschaft nun die Notbremse. Sie streicht 22 Destinationen aus dem Flugplan und parkt 30 ihrer Flugzeuge. Das ist ein herber Rückschlag für die Airline, die immer stolz darauf war, so viele Länder wie keine andere Fluggesellschaft anzufliegen. Doch nun hat Turkish Airlines zwölf ihrer Maschinen des Typs Airbus A330-200 in Antalya abgestellt. In Ankara wurden vier A320 geparkt und weitere Flugzeuge werden in den nächsten Tagen aus dem Verkehr genommen. Insgesamt besitzt die Airline 339 Maschinen.

Terror und Putschversuch schwächen Airline

Die Türkei-Krise hat die Airline schwer getroffen. Durch den Terror und die politischen Entwicklungen sind die Passagierzahlen zurückgegangen. Viele Touristen sind durch den Putschversuch in der Türkei abgeschreckt wurden. Es fliegen weniger Passagiere in das Land und auch die Türken sind durch die politische Situation in ihrer Reiselust gebremst. Direkt nach dem Putschversuch hatte die Airline den Finanzchef und 200 weitere Mitarbeiter entlassen. Außerdem wechselte vor einem Monat plötzlich der CEO. Der zurückgetretene Temel Kotil wurde durch den neuen CEO Bilal Eksi abgelöst.

Zu starkes Wachstum

Auch das aggressive Wachstum könnte zur aktuellen Situation beigetragen haben. Gerade für 2015 habe das angestrebte Wachstum die Nachfrage überstiegen, sodass die Fluggesellschaft zu Preisnachlässen bei den Flugtickets gezwungen war.
An deutschen Flughäfen sind die Kürzungen ebenfalls spürbar. So kürzte Turkish Airlines die Verbindungen von Frankfurt nach Instanbul auf 30 von 37 Flügen pro Woche ein. Außerdem wurde die Verbindung nach Ankara ganz eingestellt. Weitere Ziele in Europa, wie Aalborg, Bordeaux, Genua und Rotterdam sind betroffen. Auch in Afrika und Asien sowie im Inland wurden Verbindungen gestrichen.

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geschrieben von: Flugbegleiter | Airline News | 0 Kommentare