Transavia Airlines eröffnet Deutschland-Basis

Foto Transavia stationiert bis Mai vier Boeing-Flieger in MünchenTransavia will Ende März eine neue Basis in München eröffnen und damit auch in Deutschland Fuß fassen. Die neue Transavia-Basis in München ist die siebente und die einzige außerhalb der Heimatmärkte Niederlande und Frankreich.

Transavia will weiter wachsen – auch in Deutschland

Transavia Airlines – der Lowcost-Carrier von Air France/KLM – startet Ende März mit ihrer ersten Deutschland-Basis in München. Obwohl der Billigflieger-Markt in Deutschland hart umkämpft ist, übertreffen die Buchungszahlen die Erwartungen – die Kapazitäten des Sommerflugplans seien Transavia zufolge bereits mehr als einem Viertel verkauft. Gerade am Flughafen München seien nicht viele Billigflieger angesiedelt. Zum Monatsende stationiert Transavia zwei Boeing 737-800 fest in München, im Mai sollen weitere zwei der 189-Sitzer folgen. Die Maschinen laufen unter niederländischer Betriebslizenz, werden jedoch mit deutschen Crews unterwegs sein.
Auch wenn Lufthansa und Air Berlin in München bereits Basen betreiben, sei die Stadt mit Flugverbindungen unterversorgt, sagt Transavia Marketingchef Roy Scheerder. Er erwartete deshalb in München keinen Kampf um Marktanteile. Scheerder macht sich auch um die zukünftige Weiterentwicklung im hart umkämpften deutschen Markt keine Sorgen: „Es gibt in Deutschland ein großes Potenzial.“ Deutschland sei im Vergleich zu anderen Märkten hinsichtlich des Lowcost-Angebotes noch unterversorgt. Derzeit startet Transavia von den Niederlanden und aus Frankreich – der Versuch, in Dänemark Fuß zu fassen, ist 2011 gescheitert.
Doch nicht nur in Deutschland hat Transavia hochfliegende Pläne – bis 2018 sollen bis zu sieben zusätzliche Basen in ganz Europa eröffnet werden. Auch potenzielle Standorte für weitere Basen in Deutschland seien darunter, sagte Scheerder. Transavia hat den Plan, sich zeitnah unter den größten fünf europäischen Billigfliegern einzureihen. Derzeit rangiert die Airline die Airline auf Platz 8 und muss Ryanair, Easyjet und Vueling (noch) davonfliegen lassen. Aktuell wolle man von München aus vor allem den Mittelmeerraum ansteuern. Vor allem Ziele wie etwa Mallorca oder Faro hätten sich im Vorverkauf ab München als sehr beliebt erwiesen. Auch Alicante und Lissabon stehen künftig im umfangreichen Flugprogramm von Transavia ab München. Insgesamt 19 Routen will der Lowcoster von der bayerischen Landeshauptstadt aus bedienen. Im Gegensatz zum Mutterkonzern AirFrance-KLM schreibt die Billig-Tochter Transavia schwarze Zahlen.

Transavia: Per Whatsapp zum Kunden

Transavia orientiert sich eigenen Aussagen zufolge am „Puls der Zeit“ und kommuniziert mit ihren Kunden per Whatsapp. Das Telefon hat als Kommunikationsmittel weitgehend ausgedient: Informationen via Facebook, Instagram oder Twitter sind stattdessen die Verbindungskanäle zum Kunden. Auch bei der Bordunterhaltung ist Transavia moderne Wege und ermöglicht jedem Passagier, über eine eigene Entertainment-App aus einer Vielzahl von Filmen und Serien auszuwählen. Man muss sich nur die App auf sein eigenes Smartphone oder Tablet herunterladen und sich vor Antritt der Reise bis zu fünf Filme oder Serien aussuchen. Diese können dann ganz bequem an Bord ansehen werden. Diese moderne Art der Bordunterhaltung ist im Lowcost-Segment noch relativ selten und Transavia kann sich damit gut im Markt behaupten. Das Entertainment-Angebot kostet nichts extra – es ist im Preis für das Flugticket bereits inklusive.
Ein weiterer Pfeiler des Erfolgs von Transavia ist die Transparenz. Man vermeide versteckte Preise und nenne den Endpreis sofort.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare