TAP Portugal: Rolle rückwärts und neue USA-Flüge

Foto TAP Portugal betreibt eine reine Airbus-Flotte. Nach der Teilprivatisierung der TAP Portugal engagiert sich nun der portugiesische Staat wieder verstärkt bei der Airline. Zudem erhöht die TAP in diesem Sommer die Anzahl der USA-Flüge.

TAP: Portugal erhöht die staatliche Beteiligung wieder

Nach der Teilprivatisierung der TAP Portugal vor einem knappen Dreivierteljahr ändert sich die Situation jetzt wieder: Der Staat Portugal erhöht seine Beteiligung von 34 auf 50 Prozent. Die neue portugiesische Linksregierung unter Ministerpräsident António Costa hat bereits Anfang Februar eine entsprechende Absichtserklärung mit dem bisherigen Hauptaktionär Atlantic Gateway unterzeichnet. Hinter Atlantic Gateway steht David Neeleman, der Chef der brasilianischen Azul Linhas Aéreas Brasileiras. Er wird gemeinsam mit portugiesischen Investoren bei Atlantic Gateway auch weiterhin den Kurs von TAP Portugal bestimmen, obwohl deren Anteil dann nur noch 45 Prozent betragen wird.

Neue USA-Flüge mit geleasten Maschinen

TAP Portugal erweitert ihr Flugprogramm in die USA in diesem Sommer. Ab dem 11. Juni 2016 steuert die portugiesische Airline neben den bereits bestehenden Zielen Miami und New York Newark auch Boston an. Am 1. Juli 2016 kommen außerdem noch Flüge nach New York/JFK hinzu. Die beiden neuen Ziele werden täglich von Lissabon aus angeflogen. Zusätzlich erhöht die TAP die Anzahl der Flüge nach Miami und Newark auf ebenfalls sieben wöchentliche Umläufe.

Von beiden New Yorker Flughäfen aus können TAP-Passagiere dank einer Kooperation mit dem Billigflieger Jetblue Anschlussflüge zu 20 Inlandszielen erreichen Der Gründer von Jetblue, der brasilianisch-amerikanische Unternehmer und Präsident der brasilianischen Airline Azul, David Neeleman, ist seit dem vergangenen Jahr Teilhaber bei den Portugiesen. Für den Ausbau der USA-Flüge least TAP Portugal zwei zusätzliche Langstrecken-Jets des Typs Airbus A330-200. Die Langstreckenflotte der TAP umfasst dann insgesamt 20 Maschinen. Die portugiesische Airline bietet ihren Langstreckenpassagieren dann auch neuen Komfort in der Kabine: Passagieren der Business Class stehen 20 Flat-Sitze zur Vergügung. Zudem gibt es neben der Economy Class mit 147 Sitzen dann auch einen Economy-Plus-Bereich mit 104 Sitzen. Hier beträgt der Sitzabstand 86 Zentimeter – 7,5 Zentimeter mehr als sonst in der Economy Class üblich. Die neue Kabinenausstattung soll ab 2017 nach und nach auch in die bereits vorhandene Langstrecken-Flieger eingebaut werden.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare