Streik: Zum EM-Start könnten 30 Prozent der Air France-Flüge ausfallen

Foto Streikbedingt blieben zum EM-Auftakt viele Flüge der Air France am BodenIn Frankreich wird es zur EM massive Flugausfälle geben – die Gespräche zwischen den Pilotengewerkschaften und Air France sind gescheitert. Auch die Mobilität der Fußball-Fans ist in Gefahr.

Massive Flugausfälle während der EM

Die Verhandlungen zwischen der Fluggesellschaft Air France und den französischen Pilotengewerkschaften sind ohne Erfolg geblieben. Die zu den weltgrößten Fluggesellschaften zählende Airline rechnet deshalb mit viertägigen Streiks zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft, die dafür sorgen könnten, dass 20 bis 30 Prozent aller Air-France-Flüge ausfallen. Bereits am Samstag streicht die französische Airline bis zu 30 Prozent ihrer geplanten Flüge. An den drei Folgetagen bis zum 14. Juni wird es laut Airline-Chef Frederic Gagey voraussichtlich Annullierungen in ähnlicher Größenordnung geben. Er beziffert die Kosten der viertägigen Arbeitsniederlegungen während der Fußball-Europameisterschaft mit rund fünf Millionen Euro pro Tag.

Mit dem viertägigen Streik wehren sich die Piloten gegen Sparmaßnahmen. Die Gewerkschaften hatten bereits in der vergangenen Woche Pilotenstreiks vom 11. bis 14. Juni 2016 angekündigt, falls das Management der Air France kein Entgegenkommen zeigt. Das EM-Gastgeberland Frankreich war bereits in den vergangenen Wochen von landesweiten Streiks unter anderem Bei der Bahn betroffen, mit denen gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung protestiert werden sollte.

Bereits seit Wochen hat die einflussreiche Gewerkschaft CGT immer wieder dafür gesorgt, dass die Versorgung mit Treibstoff und Strom nur eingeschränkt gewährleistet werden konnte und der öffentlichen Nah- und Fernverkehr mancherorts völlig zum Erliegen kam. Die Organisatoren erfüllt nicht nur der angekündigte Streik der Air-France-Piloten mit Sorge: Auch die Aktionen anderer Gewerkschaften im Gastgeberland könnten dazu führen, dass während des Fußballgroßereignisses die Mobilität der Teams, der Schiedsrichter und der Fans eingeschränkt sein wird. Richtig prekär soll die Lage in Paris werden – weil die Pariser Metro ebenfalls bestreikt werden soll. Touristen und Fußball-Fans sollten sich darauf einstellen, dass Post-Filialen und Banken sowie Hotels, Museen und andere touristische Einrichtungen geschlossen bleiben und es während der Proteste auch zu Ausschreitungen und Krawallen kommen kann. Der ADAC rät Urlaubern, die mit dem Auto nach Frankreich kommen, vor der Einreise vollzutanken und im Land selbst frühzeitig nachzutanken.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare