Streik bei Eurowings fällt vorerst aus

Foto Vorerst kein Streik bei EurowingsUfo verzichtet vorerst noch auf Streiks. Es liegt ein neues Tarifangebot von Eurowings vor, so dass Arbeitsniederlegungen frühestens ab Mittwoch, 26. Oktober 2016, möglich sind.

Vorerst kein Streik bei Eurowings Deutschland

Ein neues Angebot der Eurowings verhindert heute und morgen einen angekündigten Streik der Flugbegleiter. Ob am Mittwoch gestreikt wird, ist derzeit noch völlig unklar und hängt vom Verlauf der Gespräche zwischen der Lufthansa-Billigtochter Eurowings Deutschland und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo ab, die am heutigen Montag erneut aufgenommen werden.

Ufo-Tarifexperte Nicoley Baublies hatte der in Düsseldorf ansässigen Eurowings seine Gesprächsbereitschaft signalisiert. Man sei weiterhin an einer friedlichen Lösung des Tarifkonflikts interessiert und wolle diese heute im direkten Kontakt erneut versuchen. Ein Eurowings-Sprecher begrüßte diesen Vorschlag.

Eurowings: Neuer Verhandlungsversuch mit den Flugbegleitern

Ufo hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass von heute an in den kommenden zwei Wochen jederzeit Streiks möglich seien, nachdem Baublies die seit Ende September auf Eis liegenden Verhandlungen mit der Eurowings-Spitze endgültig für gescheitert erklärt hatte.

Nach den heutigen Gesprächen im hessischen Mörfelden-Walldorf will Ufo dann morgen intern die Ergebnisse der heutigen Gespräche diskutieren. Falls die Eurowings-Führung nicht einlenkt, wird es vor Mittwoch zwar keinen Streik geben,  Ufo werde in diesem Fall aber alle Mitglieder über einen unbefristeten Streik abstimmen lassen.

Ein Streik träfe die Konzernmutter Lufthansa zum jetzigen Zeitpunkt besonders hart, denn der möglichst schnelle Ausbau von Eurowings hat aktuell oberste Priorität, um die großen europäischen Lowcost-Airlines in Schach zu halten.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung

Eurowings ihrerseits hat in der vergangenen Woche in einem Brief an ihre Flugbegleiter das verbesserte Angebot von Mitte Oktober noch einmal erläutert: Es sehe insgesamt Verbesserungen um durchschnittlich sieben Prozent mehr Lohn für die Flugbegleiter bei einer Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten vor.

Grundsätzlich geht es in dem Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Flugbegleiter. UFO wirft Eurowings vor, vorherige Zusagen aus der Schlichtung bei der Konzernmutter Lufthansa unter Leitung von Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck im Sommer nicht eingehalten zu haben. Zudem finde die geplante Expansion der Eurowings nur noch über ausländische Billigtöchter statt.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare