Streik bei Alitalia

Foto Streik bei Alitalia sorgt für Behinderungen am 22. September 2016Piloten und  Flugbegleiter der italienischen Fluggesellschaft Alitalia treten am Donnerstag, 22. September 2016, in einen 24-stündigen Streik. Durch den landesweiten Arbeitskampf wird voraussichtlich der italienische Luftverkehr nahezu zum Erliegen kommen.

Alitalia Personal streikt morgen

Die Piloten der italienischen Fluggesellschaft Alitalia treten am morgigen Donnerstag, ab 00:00 Ortszeit einen 24-stündigen Streik. Neben den Mitgliedern der drei größten italienischen Pilotengewerkschaften beteiligen sich an dem Ausstand auch die Flugbegleiter. Im Streikfall ist mit Verspätungen und Einschränkungen im italienischen Flugverkehr zu rechnen, auch vor und nach den offiziell geltenden Streikzeiten. Passagiere sollten sich vor Antritt ihrer Reise nach dem aktuellen Flugstatus auf der Website der Alitalia erkundigen.

Betroffene Pasagiere können bis zum 30. November 2016 ihr Ticket kostenlos umbuchen oder eine komplette Rückerstattung des Ticketpreises beantragen. Das ist unter der Telefonnummer +39 06 656 49 oder unter 800 650 055 möglich. An den Flughäfen Rom Fiumicino und Mailand Linate stehen laut Alitalia zusätzliche Mitarbeiter bereit, um den Passagieren Hilfe zu leisten.

Der neue australische Alitalia CEO Cramer Ball, der seit März 2016 im Amt ist, nannte die Streikabsichten der Gewerkschaften in einem Brief an die Mitarbeiter der Airline „reinen Wahnsinn“. Dadurch würde der Alitalia erheblicher finanzieller Schaden entstehen und zehntausende Kunden müssten streikbedingt Unannehmlichkeiten ertragen. Vor allem aber, so Ball weiter, „gefährdet dieser Streik die künftige Entwicklung Alitalias.“

Der Airline-CEO und die Piloten sind aktuell generell nicht besonders gut aufeinander zu sprechen, weil das Management der Alitalia bereits mehrere Vergünstigungen für das Flugpersonal gestrichen hat.

Alitalia fliegt weiterhin Verluste ein

Die italienische Staatsairline Alitalia, an der Etihad 49 Prozent hält, will die Personalkosten um 30 Prozent reduzieren, nachdem der Carrier 2015 noch tägliche Verluste in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingeflogen hatte. Deshalb wird Alitalia auch die ursprünglich für 2017 vorgesehene Gewinnschwelle nicht erreichen. Der Flottenausbau sowie die Verbesserung des Services an Bord bei Alitalia sollen dennoch planmäßig fortgesetzt werden, um sich gegen Billigfluganbieter wie Ryanair behaupten zu können.

Vierte Langstreckenverbindung ab November

Auch auf Langstrecken-Flüge wollen die Italiener künftig verstärkt setzen: Nachdem Alitalia in diesem Jahr bereits Flüge nach Santiago de Chile, Mexiko-City und Peking aufgenommen hat, kommt am 29. November 2016 noch eine neue Verbindung von Rom nach Havanna hinzu. Die neue Nonstop-Flugverbindung nach Kuba wird dann jeweils dienstags und samstags angeboten. Auf den Kuba-Flügen wird das Flaggschiff der Alitalia, eine Boeing 777 mit Platz für 293 Passagiere, zum Einsatz kommen.

Video: Die Boeing 777 der Alitalia

Quelle: YouTube /Dennis Hikilan

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare