Schlichtungsstelle für unzufriedene Fluggäste

Bild SchlichtungsstelleEine neue Schlichtungsstelle soll es unzufriedenen Flugpassagieren künftig erleichtern, sich über ihre Airline zu beschweren. Darüber hat sich der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit dem Bundesjustizministerium verständigt.

Passagiere, die mit ihrer Airline wegen Überbuchung, Gepäckverlust o.ä. im Streit lagen, hatten es bisher schwer, zu ihrem Recht zu kommen. Oft blieb nur der Gang vor Gericht. Eine neue zentrale Schlichtungsstelle soll es künftig unzufriedenen Flugpassagieren, die erfolglos bei ihrer Airline Schadenersatz für Flugausfälle o.ä. gefordert haben, erleichtern, sich über ihre Fluggesellschaft zu beschweren. Darüber hat sich der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit dem Bundesjustizministerium verständigt.
Die großen deutschen Fluggesellschaften, wie Lufthansa und Air Berlin, wollen sich an der Schlichtungsstelle beteiligen, der BDL will jedoch auch ausländische Airlines, die Deutschland ansteuern, von der Teilnahme überzeugen. Die Teilnahme ausländischer Gesellschaften sei unumgänglich, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, sagte eine BDL-Sprecherin. Die anfallenden Kosten der Schlichtung sollen von der jeweiligen Airline getragen werden. Wann die Schlichtungsstelle ihre Arbeit aufnehmen könne, sei bislang noch nicht klar.

„Passagiere und Fluggesellschaften werden gemeinsam davon profitieren”, so Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gegenüber der „Süddeutschen Zeitung”. Damit könnten „langwierige Gerichtsverfahren” vermieden werden.

Tags: , ,

geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Flugrecht | 0 Kommentare