Neue Airline: Air France und KLM planen Tochtergesellschaft

Foto Air France und KLM neue AirlineDie französisch-niederländische Airlinegruppe möchte sich stärker gegen die Golfanbieter aufstellen und plant deshalb eine neue Airline. Diese soll den Golf-Airlines, wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Paroli bieten und sich als Langstrecken-Fluggesellschaft positionieren.

Neue Strecken und vergleichbarer Standard

Mit einer separaten Airline-Gründung möchte sich Air France und KLM gegen die starke Konkurrenz der Golf-Fluggesellschaften behaupten. Ziel ist es neben Air France anzutreten und bis 2020 zehn Langstrecken – Flugzeuge zu etablieren. Die neue Airline, die noch keinen Namen hat, soll günstiger als die Muttergesellschaften angesiedelt sein, aber nicht als Billigtochter gelten. Etwa ein Drittel des Flugangebots soll mit neuen Strecken belegt sein. Man möchte sich auf besonders umkämpfte Märkte konzentrieren. Geplant sind Mittel- sowie Langstrecken und den Anfang möchte man mit Flügen nach Asien machen. Damit sollen verloren gegangene Marktanteile zurück erobert und neue Flugziele erschlossen werden. Besonders die Strecken, die im Moment bei den Muttergesellschaften keine Gewinne abwerfen, sollen von der neuen Airline bedient werden.

Konkurrenz für die Golf-Airlines

Bisher ist es so, dass die Golf-Airlines den westlichen Konkurrenten bei den Asien-Zielen die Marktanteile streitig machen. Die neue Tochter soll günstigere Preise bieten können, ohne aber ein weniger gutes Produkt als Air France anzubieten. Der Service soll etwas unter dem von Air France liegen, jedoch wird es auch eine Business Class mit Liegesitzen geben. Das Angebot soll „ein einfaches, modernes und innovatives“ sein, so der Chef der Airline-Gruppe Jean-Marc Janaillac.

Schlechtere Konditionen für Mitarbeiter

Der Plan kann wohl nur aufgehen, wenn das Personal günstiger wird. Das bedeutet für die Mitarbeiter mehr Arbeit für das gleiche Geld. Geplant sei, Piloten von Air France zur neuen Airline zu transferieren. Das Gehalt wäre dann das Gleiche, allerdings müssten mehr Stunden gearbeitet werden. Das Kabinenpersonal soll neu eingestellt werden und weniger Zusatzleistungen bekommen. Die Neugründung wird allerdings die Gewerkschaften auf den Plan rufen und Streiks zur Folge haben. Die Mitarbeiter werden sich nicht kampflos geschlagen geben. Schon bei vergangenen Versuchen bestehende Kapazitäten zu den Billigtöchtern Hop und Transavia zu verlagern, kam es zu Streiks von Piloten und Flugbegleitern.

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geschrieben von: Flugbegleiter | Airline News | 0 Kommentare