Lufthansa: Meilen absahnen

Foto Mit 30 Linienflügen jährlich hat man bereits den Business-Lounge-Zutritt sicherBei jedem Flug Meilen sammeln und von zusätzlichen Annehmlichkeiten profitieren – das ist der Plan derer, die viel im Flugzeug unterwegs sind. Beim Sammeln von Meilen bei der Lufthansa  gab es Änderungen im Vielfliegerprogramm Miles & More.

Lufthansa: Meilen sammeln wurde erschwert

Fluggäste der Economy-Class von Lufthansa müssen sich ganz schön in Zeug legen, wenn sie durch Miles & More den Senator-Status erreichen wollen. Nötig sind dafür 100.000 Meilen. Schuld daran sind die im letzten Jahr eingeführten Änderungen bei den Gutschriften. Selbst wer den Frequent-Traveller-Status bekommen möchte und mit 35.000 Statusmeilen lediglich ein Drittel benötigt, merkt die neuen Bedingungen. Mit ein paar Tricks kann jeder aber doch noch genug Meilen sammeln, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen.

Einfach mehr fliegen

Mit der Silber Promotion 2015 kann der Frequent-Traveller-Status einfach erreicht werden. Nötig dafür sind 30 Linienflüge im Jahr. Die Masse macht´s. Dies ist Mal etwas anderes, als durch teure Flüge mit Lufthansa das Miles & More Konto zu füllen. Wer beruflich viel innerhalb von Europa unterwegs ist oder eine Fernbeziehung pflegt, sollte schnell auf 30 Flüge kommen. Fehlen zur Erreichung des Ziels nur ein paar Flüge, könnte man günstige Umsteigeverbindungen für lange Wochenenden in europäischen Metropolen nutzen. Als Belohnung winkt der Business-Lounge-Zugang, der Priority Check-in sowie mehr Freigepäck.

Öfter umsteigen

Umsteigen statt direkt fliegen, ist das Motto. Denn pro angetretenen Flug gibt es, unabhängig von der Streckenlänge, ebenfalls eine bestimmte Anzahl an Meilen auf das Miles & More Konto. Werden die Business-Class-Buchungsklassen C, D oder J bei der Lufthansa oder zum Konzern gehörenden Fluggesellschaften gebucht, gibt es für Deutschlandflüge 1500 und für Flüge innerhalb Europas 2000 Meilen.

Für die richtige Buchungsklasse entscheiden

Die Buchungsklasse gibt bei der Lufthansa Auskunft über die Wertigkeit eines Fluges. Hierfür wird ein Buchstabencode verwendet. Ist die Buchungsklasse P, erfolgt die Meilengutschrift zu 100 %. Für das Business-Class-Sonderangebot Z werden 150 % Gutschrift fällig, für C, D und J sogar 200 %. Stellt man sich geschickt an und bekommt zu zivilen Preisen hochwertige Buchungsklassen, hilft das beim Näherkommen an den Vielfliegerstatus. Wer in Grenznähe wohnt, sollte beispielsweise einen ausländischen Flughafen wählen, möchte er etwas für Miles & More tun.

Preis pro 1.000 Statusmeilen berücksichtigen

Der Preis pro 1000 Meilen bei Miles & More ist für Meilenjäger eine wichtige Kennzahl. Je niedriger der Preis pro 1.000 Meilen ist, desto besser ist das für den Meilensammler. Kosten 1000 Meilen unter 60 Euro, ist das ein super Verhältnis. 60 bis 80 Euro sind auch noch sehr gut und bei 80 bis 100 Euro kann auch keiner meckern. Danach kippt das Verhältnis. 100 bis 120 Euro Kosten für 1.000 Meilen sind mehr so durchschnittlich und über Preise von über 120 Euro braucht man nicht mehr zu reden. Leute, die bei der Lufthansa buchen, ohne nachzudenken, zahlen meist zwischen 200 und 250 Euro für 1.000 Statusmeilen.

Dekandent auf Meilenjagd gehen

Ganz Gewitzte fliegen First Class mit der Lufthansa nach Hawaii, um ihr Miles & More Konto aufzufüllen. Dazu startet man von einem ausländischen Flughafen beispielsweise Amsterdam mit Zwischenlandung in Frankfurt. Dort wartet eine der weltweit besten Flughafenlounges. Von dort geht es stilgerecht mit dem Porsche Cayenne oder der Mercedes S-Klasse direkt zum Flugzeug. Bei dieser Variante kommt man auf ca. 70 Euro pro 1.000 Meilen.

Premium-Economy-Class fliegen

Weil die Ausbeute bei reinen Economy-Class Flügen nicht so prall ist, empfiehlt es sich, einmal die Premium-Economy-Class der Lufthansa auszuprobieren. Die gibt es seit diesem Jahr. Auf dem Konto laden mindestens genauso viele Meilen wie auf günstigen Business-Class Flügen, häufig sogar genauso viele Meilen, wie wenn man einen hochwertigen Business Flug gebucht hätte. Bei dieser Strategie sind Kosten in Höhe von 60 Euro pro 1.000 Meilen oft drin. Viele Meilen für das Miles & More Programm kann man auf diese Weise mit Flügen nach Los Angeles kassieren, natürlich abhängig vom Abflugort.

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geschrieben von: Flugbegleiter | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 1 Kommentar