Korean Air droht Flugverbot wegen der „Nuss-Affäre“

Foto An Bord einer Korean-Air-Maschine spielte sich die sogenannte "Nuss-Affäre" ab.Südkorea ist empört über die Tochter des Chefs der Korean Air. Cho Hyun Ah soll nun sogar  von der Staatsanwaltschaft zu ihrem Wutanfall an Bord  wegen der so genannten „Nuss-Affäre“ befragt werden.

Strafmaßnahmen gegen Korean Air drohen

Weil er ihr die Macadamia-Nüsse nicht vorschriftsmäßig im Schälchen servierte, hatte Cho Hyun Ah in New York einen Steward eines bereits startklaren Flugzeuges verwiesen. Daraufhin rastete die Managerin, die zum fraglichen Zeitpunkt Vizepräsidentin der Airline war, völlig aus und verlangte, dass der Flieger zum Terminal zurückrollen und der Chef des Kabinenpersonals das Flugzeug verlassen musste. Obwohl Cho von allen Führungsposten im Unternehmen zurückgetreten ist, und sich die  40-Jährige öffentlich für den Vorfall entschuldigt hat, sorgt diese sogenannte „Nuss-Affäre“ in Südkorea weiterhin für große Empörung. Nun will sogar die Regierung gegen die Fluggesellschaft vorgehen. Das südkoreanische Verkehrsministerium prüft derzeit, ob die Airline gegen das Flugsicherheitsgesetz verstoßen habe. Zudem droht der Airline ein Flugverbot von bis zu 21 Tagen oder eine Geldstrafe von umgerechnet mehr als einer Million Euro.

Korean Air geht schlecht mit ihren Mitarbeitern um

Nun heizt ein angeblicher Versuch des Korean-Air-Managements, die Ermittlungen der Regierung zu durchkreuzen, die negative Stimmung  gegen die Airline wieder an. Der gemaßregelte Mitarbeiter hat ausgesagt, dass Angehörige des Airline-Managements mehrfach versucht hätten, ihn zu dazu zu bringen, den Ermittlungsbehörden die Unwahrheit zu sagen. Zudem ist der Cho-Clan, dem zehn Prozent der Anteile an Korean Air gehören, für ihren schlechten Umgang mit ihren Mitarbeitern bekannt.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare