Jetstar: Familie darf nicht aus dem Urlaub zurückfliegen

Foto Jetstar ließ Familie nicht an BordDer australische Billigflieger Jetstar ist eine junge und moderne Airline, die vor allem günstige Flüge innerhalb Australiens im Programm hat. Da sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man sich gerade gegenüber Familien mit kleinen Kindern professionell verhält.

Fliegen mit Kindern kann ganz schön anstrengend sein

Der australische Low Coster Jetstar sorgte dafür, dass ein Familienurlaub für Laura und Jae Kimber und ihre Zwillinge alles andere als schön endete. Das junge Paar wollte zusammen mit ihren zweijährigen Söhnen von Sydney in den Urlaub nach Hamilton Island fliegen. Kurz bevor die Maschine auf der Insel aufsetzte, bekam einer der Zwillinge einen Wutanfall, wie die Mutter der Jungs der australischen Daily Mail berichtete. Matteo war wohl ziemlich übermüdet und warf sich von seinem Sitz auf den Boden – das Kind war einige Minuten lang nicht zu beruhigen. Eine Stewardess äußerte sich zu allem Unglück auch noch despektierlich zu dem Vorfall, anstatt beruhigend auf Mutter und Kind einzuwirken. Sie drohte Laura Kimber, dass der Flieger nicht landen könne, wenn sich der Kleine nicht beruhige. Glücklicherweise geschah das nach ein paar Minuten und der kleine Wüterich ist  kurz darauf auf dem Schoß seiner Mutter eingeschlafen, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter.

Familie durfte nicht an Bord von Jetstar

So weit so schlecht. Doch es kam noch schlimmer: An der Gepäckausgabe teilte ein Angestellter der Airline den verwunderten Eltern mit, dass es eine Beschwerde wegen des „inakzeptablen“ Verhaltens ihres Sohnes während des Fluges gegeben habe und es deswegen möglicherweise Schwierigkeiten bei ihrem Rückflug geben könnte. Die Kimbers maßen dieser Mitteilung keine größere Bedeutung bei. Trotzdem erkundigten sie sich während ihres Urlaubs bei Jetstar, ob nach dem „Vorfall“ auf dem Hinflug Schwierigkeiten bei der Rückreise zu erwarten seien. Von der Airline wurde den Kimbers jedoch versichert, dass alles in Ordnung sei.

Beim Rückflug kam dann aber doch das ganz dicke Ende: Die junge Familie wurde nicht an Bord gelassen, weil sich Jetstar zufolge nicht das Kind, sondern die Mutter schlecht benommen habe. Man empfahl ihnen, eine Maschine an einem anderen Tag zu nehmen und sich die Tickets erstatten lassen. Was die Kimbers auch getan haben, allerdings mit erheblichen Mehrkosten. Auf ihre Beschwerde bei Jetstar erfolgte allerdings bisher noch keine Reaktion, so die Kimbers in dem Daily-Mail-Bericht.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare