IATA hat das Handgepäck geschrumpft

Foto Handgepäckstücke sollen eine eiheitliche Größe bekommenDas Handgepäck schrumpft auf eine neue, einheitliche Maximalgröße. Die Reduktion wird umgerechnet etwa 12 Liter betragen. Die Hersteller von Handgepäckstücken wird’s freuen, aber auch die Passagiere sollen davon profitieren.

IATA will den Kampf um die Gepäckfächer beenden

Die International Air Transport Association (IATA) hat bei ihrem Treffen in Miami beschlossen, die Maximalmaße für Handgepäck zu harmonisieren. Sprich: Die zulässigen Handgepäckstücke werden kleiner. Eine entsprechende Initiative zur Harmonisierung des Handgepäcks mit dem Namen „IATA Cabin OK“ sei auf den Weg gebracht worden, so der Dachverband der Airlines. Die neuen Vorschriften werden für Flugzeuge ab 120 Sitzplätzen gelten. Passagiere, die sich nicht daran halten, sollen zur Kasse gebeten werden.
Wegen der Aufschläge für aufgegebenes Gepäck, die zahlreiche Airlines in der jüngeren Vergangenheit eingeführt haben, versuchen viele Passagiere die Handgepäckvorschriften „aufzuweichen“ und nehmen immer größere „Handgepäckstücke“, die teilweise den Namen gar nicht mehr verdienen, mit an Bord.

Die neue Formel heißt 55 x 35 x 20 Zentimeter

Derzeit gelten bei vielen Fluggesellschaften für die Größe des Handgepäckstücks 55 x 40 x 23 Zentimeter als Maximum, dann sollen es nur noch 55 x 35 x 20 Zentimeter sein. Das ist zwar eine deutliche Verringerung im Vergleich zu den bisher geltenden Regelungen, aber profitieren sollen davon nicht nur die Hersteller von Handgepäckstücken, sondern auch die Passagiere. Laut IATA hätte nämlich dann jeder Passagier die Möglichkeit, problemlos ein Handgepäckstück mit an Bord zu nehmen. Der „Kampf“ um die Gepäckfächer hätte damit ein Ende und jedes Handgepäckstück seinen Platz an Bord. Zudem soll die einheitliche Regelung für die Passagiere mehr Übersicht in den Handgepäck-Tarif-Dschungel bringen. Derzeit variieren die Maximalgrößen von Airline zu Airline: Bei Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss sind maximal 55 x 40 x 23 Zentimeter erlaubt, bei EasyJet darf das Handgepäckstück höchstens 56 x 45 x 25 Zentimeter groß sein, Air Berlin schreibt 55 x 40 x 20 Zentimeter vor und Passagiere von Air France dürfen eine Tasche bzw. einen Koffer von maximal 55 x 35 x 25 Zentimetern mit in die Kabine nehmen. Zusätzlich zum Handgepäck dürfen bei den meisten Fluggesellschaften Handtaschen oder Laptoptaschen mitgenommen werden.

Gepäckregeln sollen schnell umgesetzt werden

Die neuen Gepäckregeln sollen laut IATA schon bald von zunächst etwa 30 Fluggesellschaften eingeführt werden. Medienberichten zufolge begrüßen Lufthansa und Air Berlin die Initiative der IATA, die Maße von Handgepäck zu standardisieren. Zurzeit prüfe man die Umsetzung. Laut IATA habe es bereits erste Gespräche mit Gepäckherstellern gegeben. Es sollen zeitnah diverse Modelle mit dem „IATA Cabin OK“-Siegel auf den Markt kommen.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 2 Kommentare