Hausverbot im Flugzeug – so geht´s

Foto Eigentlich wollte der KLM-Passagier zur Toilette. Dabei hat er vershentlich versucht, die Kabinentür zu öffnen.Ob aus Versehen oder mit voller Absicht – wer sich an Bord eines Flugzeugs falsch verhält oder daneben benimmt, muss mit Hausverbot durch die Fluggesellschaft rechnen. Macht sie von ihrem Hausrecht gebrauch und erteilt lebenslanges Hausverbot, darf sich der damit Belegte zum „Banner for life“-Club zugehörig fühlen.

Keine gute Idee: Kabinentür mit Klotür verwechseln

Beim Flug von Edinburgh nach Amsterdam bot sich den Passagieren ein ungewöhnlicher Anblick: Ein mitfliegender Schotte versuchte in neun Kilometer Höhe, die Kabinentür zu öffnen. So zumindest der Vorwurf der Fluggesellschaft KLM. Der Schotte hingegen behauptet, nur den Türgriff angefasst zu haben, weil er für einen kurzen Augenblick die Kabinentür mit der Tür der Bordtoilette verwechselt habe. Die Crew schenkte ihm keinen Glauben und wies in an, auf seinem Platz sitzen zu bleiben. Nach der Landung in Amsterdam nähme man ihn dann fest. Beteuerungen, dass es sich bei der Aktion um ein Versehen handelt, halfen nichts. Auf dem Flughafen wurde James G., so der Name des (zu unrecht verdächtigten?) Schotten, aus dem Flugzeug abgeführt und von der Polizei auf nicht gerade freundliche Art ausgefragt. Übernachten durfte der Mann in einer Arrestzelle in Flughafennähe. Als Strafe für die versuchte Öffnung musste er 600 Euro zahlen. Dumm nur, wenn man lediglich 750 Euro dabei hat, die eigentlich für Amsterdam gedacht waren. Das Geld für den Urlaub musste er sich dann leihen. Vor dem Rückflug bekam er gesagt, dass KLM ihr Hausrecht geltend macht und ihm für die nächsten fünf Jahre ein Hausverbot erteilt.

Tätowierung im Intimbereich zeigen, Prügelei und Ausraster: wer´s braucht…

Ein 22-Jähriger meinte während eines Fluges British Airways seinen Mitreisenden unbedingt seine Intimtätowierung zeigen zu müssen. Was der eine oder andere schon am Oberarm hässlich findet, mussten die Passagiere nun auf dessen bestem Stück bewundern. Ein Vergnügen, auf das die meisten wohl gerne verzichtet hätten. Sein übertriebener Geltungsdrang brachte dem Jungspund ein lebenslanges Hausverbot bei British Airways ein. Fein gemacht!

Dass Promis gerne einmal negativ auffallen, kennt man ja. Als Rapper Snoop Dogg mit seinem Anhang am Flughafen London Heathrow nicht in die First-Class-Lounge von British Airways gelassen wurde, machten er und seine Begleiter ihrem Ärger in einem benachbarten Geschäft Luft. Auch in diesem Fall erteilte die Fluggesellschaft ein Hausverbot auf Lebenszeit.

Ex-Model Naomi Campbell rastete einmal aus, weil ihr Koffer verschütt ging. Darauf hatte British Airways wiederum keine Lust und machte vom Hausrecht gebrauch mit dem Resultat eines lebenslangen Hausverbots. Doof, wenn man seine Emotionen nicht im Griff hat.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare