Hat das Gewicht von Passagieren bald Einfluss auf den Flugpreis?

Foto Vorsicht. Auch Mastercard weiß über Ihr Gewicht Bescheid.Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat, bekommt demnächst vielleicht aus einer völlig unerwarteten Richtung einen Motivationsschub, endlich etwas gegen die lästigen Pfunde zu tun: von den Airlines und von Mastercard. Wie das klappen könnte, lesen Sie hier.

Airlines könnten bald von unserem (Über)Gewicht erfahren

Der Preis eines Flugtickets hängt von vielen Faktoren ab: Von der Beliebtheit der Flugroute, dem Zeitpunkt der Buchung, den Flugdaten und vielem mehr. Der gläserne Passagier eben. Doch nun könnten demnächst auch noch das Gewicht und die Größe eines Flugreisenden Einfluss auf den Ticketpreis haben. Immerhin verursacht ein übergewichtiger Passagier viel mehr Kosten für die Airlines als ein Leichtgewicht. Doch wie kommen die Fluggesellschaften an diese Daten ran? Mastercard hat ein Patent angemeldet, das Airlines künftig den Zugriff auf Größe und Gewicht des Reisenden schon bei der Buchung ermöglichen könnte.

Andere Airlines greifen bisher auf das gute alte Wiegen zurück und passen bei übergewichtigen Fluggästen den Ticketpreis entsprechend an oder sie nehmen die XXL-Passagiere an Bord einfach in Kauf. Hawaiian Airlines wiegt beispielsweise ihre Passagiere auf der Strecke von Honolulu nach Pago Pago in Amerikanisch-Samoa, weil auf dieser Strecke überdurchschnittlich viele Passagiere mit Übergewicht an Bord sind. Uzbekistan Airways ging im vergangenen Jahr noch einen Schritt weiter und bittet seitdem alle Passagiere auf die Waage, um die Sicherheit erhöhen. Ähnlich verfährt Samoa Air: Wer hier mitfliegt, muss bei der Buchung auch sein Gewicht schätzen, das dann in den Flugpreis mit eingeht.

Mastercard „vermisst“ die Fluggäste anhand früherer Käufe

Eigentlich ist es ganz einfach: Mastercard will die Kleidungs- und Schuhkäufe des Kreditkartenbesitzers analysieren und anhand dieser Daten abschätzen können, wie schwer und wie groß ein Passagier ist. Diese Daten könnten den Airlines auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden, sodass sie die Sitzplatzvergabe besser planen können – also nicht zwei Schwergewichte nebeneinander sitzen. Ob und wann Mastercard das bereits im Jahr 2015 angemeldete Patent mit dem etwas sperrigen Titel „Airline-Sitz-Optimierung für Schulterbreite und Größe der Passagiere“ auch umsetzt, steht noch nicht fest.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare