Flugausfälle: Eurowings-Kabinenpersonal streikt in Hamburg und Düsseldorf

Foto Eurowings StreikDie Gewerkschaft Verdi hat das Kabinenpersonal der Eurowings für den heutigen Tag zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung hat gleich früh begonnen. Dadurch gibt es im Laufe des Tages etliche Flugausfälle, auf die sich die Passagiere einstellen müssen.

Seit heute früh fünf Uhr sollen die Beschäftigten von Eurowings ihre Arbeit niederlegen. Der Streik wird bis zum Abend 20.00 Uhr andauern. Trotz der intensiven Verhandlungen sind der Vorstand von Eurowings und die Gewerkschaft Verdi nicht zu einer Einigung gekommen. Betroffen sind die Standorte Hamburg und Düsseldorf. Doch es ist nicht auszuschließen, dass durch die Flugausfälle auch Reisende auf anderen Flughäfen von Flugausfällen betroffen sein werden.

Erste Flugausfälle in Düsseldorf und Hamburg

Seit dem frühen Morgen wurden schon etliche Verbindungen gestrichen. Am Airport in Düsseldorf sind bisher 52 von 94 Flügen ausgefallen. Das betraf unter anderem Verbindungen nach Berlin, Prag und Wien. In Hamburg mussten durch den Streik jeweils sieben startende und landende Maschinen von 20 abgesagt werden. Bisher gäbe es aber „kaum Auswirkungen“ auf den Flugbetrieb. Wenn aber in Hamburg alle Flüge ausfallen, dann sind immerhin 4000 bis 4500 Passagiere betroffen. Betroffene Reisende sollten sich auf jeden Fall auf der Webseite der Fluggesellschaft über mögliche Einschränkungen informieren. Am Hamburger Flughafen soll zusätzliches Personal eingesetzt werden, um die betroffenen Passagiere zu betreuen.

Tarifverhandlungen bisher gescheitert

Schon im Oktober wurden die Mitarbeiter von Eurowings zum Streik aufgerufen, da allerdings von der Gewerkschaft Ufo. Beide Gewerkschaften konkurrieren um die Vertretung des Kabinenpersonals. Eurowings möchte mit beiden Gewerkschaften verhandeln, das wiederum möchte aber Verdi nicht. Verdi besteht auf einen eigenständigen Tarifvertrag, weil sie sich als mitgliederstärkste Gewerkschaft bei Eurowings sieht. Verdi möchte für die betroffenen 460 Mitarbeiter höhere Gehälter und Funktionszulagen um sieben Prozent, 500 Euro Zulage für die Kabinenleitung sowie andere Verbesserungen. Obwohl Verdi die Verhandlungen mit Eurowings bisher nicht für gescheitert erklärt hatte, waren die Verhandlungen am 11. November ohne Ergebnis geblieben. Der Eurowings-Vorstand sei nun überrascht von dem eintägigen Streik.

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