Eurowings plant Start am Frankfurter Flughafen

Bild Eurowings plant Start in FrankfurtDer Billigflieger-Konkurrenzkampf am Frankfurter Flughafen nimmt Fahrt auf. Nach der Ankündigung von Ryanair ab dem Frühjahr 2017 in Frankfurt zu starten, plant nun auch die Lufthansa-Tochter Eurowings einen Start. Ab Sommer 2018 möchte Eurowings den Großflughafen bedienen.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings setzt auf Wachstum an den deutschen Großflughäfen und gibt nun ihre Pläne bekannt, Flüge vom Lufthansa-Heimatstandort Frankfurt anzubieten. Damit möchte Eurowings dem irischen Billigflieger Ryanair die Stirn bieten und am Standort Frankfurt ebenfalls im Geschäft der Billigflieger mitmischen.

Ryanair nicht das Feld überlassen

Bisher waren am Frankfurter Flughafen praktisch keine Billigflieger angesiedelt. Das wird sich nun nach der Ankündigung durch Ryanair ändern. Die irische Fluggesellschaft bietet ab Ende März erstmals Flüge ab Frankfurt an. Die Lufthansa-Tochter möchte das Feld der Billigflieger in Frankfurt nicht einfach Ryanair überlassen. „Bevor es ein anderer tut, tun wir es lieber selbst“, gab Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt an. Bisher gibt es noch keine Details zu möglichen Strecken, aber es werde an einer Lösung ab dem Sommer 2018 gearbeitet. Lufthansa hatte bisher die großen Drehkreuze München und Frankfurt allein mit ihrer Kernmarke bedient. Der Start von Eurowings in München ermutigt zu den Plänen, am Standort Frankfurt Flüge anzubieten. Ab München werden 30 Flüge durch Eurowings angeboten.

Eurowings setzt auf starken Wachstumskurs

Eurowings setzt 2017 auf einen starken Wachstumskurs. Durch den zugelassenen Leasing-Vertrag über 33 Airbus-Jets von Air Berlin sollen die Passagierzahlen intensiv steigen. Die Airline plant mit 23.000 zusätzlichen Flügen, was die Passagierzahl um rund drei Millionen auf etwa 22 Millionen ansteigen lassen wird. Ab dem 10. Februar werden die ersten Air-Berlin-Maschinen auf drei Strecken von und nach Hamburg eingesetzt.
Durch den Einsatz der Air Berlin Maschinen erwarte Garnadt einen Rückgang der Stückkosten im einstelligen Prozentbereich. Der Rückgang wird auch durch die Modernisierung der letzten 90-Sitzer aus der Flotte unterstützt. Sie werden durch moderne Airbus-Jets der A320-Familie ersetzt.

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