Etihad-Einstieg bei Alitalia nun sicher

Foto Bis 2017 investiert Etihad insgesamt 1,2 Milliarden Euro für die Sanierung der Alitalia Der im Juni beschlossene Einstieg der arabischen Airline Etihad bei der hochverschuldeten Alitalia ist gesichert. Beide Airline-Chefs unterschrieben am Freitag den Vorvertrag. Etihad erhält demnach 49 Prozent der Anteile an der italienischen Fluglinie.

Etihad erhält 49 Prozent der Anteile

Nach lang anhaltenden Verhandlungen, konnte die Einigung am vergangenen Freitag nun doch offiziell verkündet werden. Künftig gehen daher 49 Prozent der Anteile der europäischen Alitalia in den Besitz des Anteilseigners von Air Berlin über. Einzig die Genehmigung der Kartellbehörde steht nun noch aus. Der bereits im Juni beschlossene Einstieg von Etihad bei Alitalia zog sich erneut über mehrere Verhandlungsrunden hinweg. Denn Etihad knüpfte den Einstieg an mehrere Bedingungen, die Alitalia teilweise ein Dorn im Auge waren. So verlangten die Araber unter anderem den Abbau von mehr als 2.000 Stellen sowie die Beteiligung anderer Unternehmen an der Sanierung.

Investitionen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro

Alitalia erfüllte schließlich die Bedingungen, indem sie in letzter Minute auch mit den italienischen Gewerkschaften zu einer Einigung kam. Künftig werden daher über 2.000 Stellen gestrichen. Ein Schritt der schmerzhaft, aber notwendig sei, wie Alitalia-Boss Gabriele Del Torchio sagte. Durch die damit vermeidbare Pleite, könnten so wenigstens 11.000 Arbeitsplätze gesichert werden. Auch die zweite Bedingung wurde erfüllt. Die italienische Post investiert 75 Millionen Euro in die marode Airline. Ebenso mussten die bisherigen Alitalia-Aktionäre der nochmals um 50 Millionen Euro aufgestockten Kapitalerhöhung von nun insgesamt 300 Millionen zustimmen. Somit könne die Airline zumindest bis in den Herbst finanziell überstehen.
Etihad will schließlich in einem ersten Schritt 560 Millionen Euro investieren. Bis 2017 macht die Golfairline insgesamt 1,2 Milliarden Euro für die Sanierung der Alitalia locker. Demnach soll die Fluglinie ab 2017 dann Gewinn einfahren und erstmals seit langem wieder Schwarze Zahlen schreiben.
Die endgültigen Verträge sollen im September der europäischen Kommission in Brüssel vorgelegt werden. Italiens Verkehrsminister Maurizio Lupi ist sich aber sicher, dass alle Vorgaben eingehalten wurden.

Europäisches Streckennetz würde anwachsen

Kommt es zum tatsächlichen Einstieg, würde sich das europäische Streckennetz von Etihad deutlich vergrößern. Gerade die Start- und Landerechte in Rom und Mailand wären besonders wichtig. Von dort könnten sich zudem Passagierströme nach Asien über einen Zwischenstopp an der Heimatbasis in Abu Dhabi umleiten.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare