Etihad Airways darf sich bei Air Berlin verstärkt engagieren. Das Bundeskartellamt hat die Genehmigung erteilt, dass die arabische Airline ihren Anteil von knapp drei auf 29,2 Prozent erhöhen und somit zum größten Einzelaktionär bei Air Berlin werden kann.
Das Bundeskartellamt hat für das verstärkte Engagement der arabischen Fluglinie Etihad Airways bei Air Berlin grünes Licht gegeben. Das geht aus einem am Donnerstag von der Behörde veröffentlichten Dokument hervor. Laut Medienberichten steht jedoch noch die Genehmigung der österreichischen Wettbewerbshüter aus.
Die arabische Airline kann nun ihren Anteil von knapp drei auf 29,2 Prozent erhöhen und zum größten Einzelaktionär bei Air Berlin werden. Die zweitgrößte deutsche Airline erhält durch die damit verbundene Kapitalerhöhung frische Mittel in Höhe von 73 Mio. EUR. Air Berlin kann in den kommenden fünf Jahren bei Etihad zudem Darlehen bis zu einer Gesamthöhe von 255 Mio. US-Dollar (195 Mio. EUR) aufnehmen.
Beide Fluglinien haben bereits Codeshare-Abkommen geschlossen und vermarkten ausgewählte Flüge der Partner-Airline unter eigenen Flugnummern. Auch die Vielfliegerprogramme werden gegenseitig anerkannt.
Mitte Januar hat Air Berlin vier wöchentliche Flüge von Berlin-Tegel zum Etihad-Drehkreuz im Golf-Emirat Abu Dhabi aufgenommen, wo Etihad die Passagiere übernimmt und sie weiter nach Asien, Australien und Afrika bringt.
Zudem wollen beide Fluglinien in den Bereichen der Flugzeugwartung und -beschaffung durch eine engere Zusammenarbeit Kosten sparen.