Dicke Sitznachbarn und andere Aufreger im Flieger

Foto Viele Passagiere auf engstem Raum - da sind Konflikte vorprogrammiertAls würde das mehr oder weniger mulmige Gefühl, ob auch alles gut geht, nicht schon reichen, haben es Passagiere auch aus anderen Günden nicht immer leicht. Wir stellen die Top-Aufreger an Bord eines Flugzeugs vor.

Dicke Sitznachbarn sind die Top-Aufreger beim Fliegen

Fast 40 Prozent der Flugpassagiere haben sich schon mal von zurückgestellten Lehnen bzw. Knien im Rücken genervt gefühlt. Das ergab eine Umfrage des Markforschungsinstituts Insa Consulere. Demnach fühlen sich von dicken Sitznachbarn 22 Prozent gestört – sie beanspruchen mehr Platz, als die Sitze breit sind. Einige US-Airlines fordertenn deshalb schon die „Fat-Tax“ für Übergewichtige, da mit jedem Kilo mehr an Bord der Treibstoff-Verbrauch steigt, sprich: die Gewinnspanne der Airline schrumpft.

Unangenehme Gerüche und Geräusche nerven

Ebenfalls 22 Prozent der befragten Flugreisenden gaben an, dass sie sich darüber ärgern, wenn ihre Sitznachbarn unangenehm riechen: Sei es, weil sie selbst oder ihre ihre Kleidung müffeln oder sie zu verschwenderisch Parfüm aufgelegt haben. Geräusche, die gelegentlich beim Trinken oder Aufstoßen entstehen, können 18 Prozent nicht leiden. Ständiges Niesen oder Husten, ohne sich die Hand vor den Mund zu halten, stößt bei 14 Prozent der Mitreisenden auf wenig Gegenliebe. Furzende und sich die Socken ausziehende Mitreisende stehen bei 8 Prozent der Flugpassagiere nicht hoch im Kurs. Ebenso viele Prozent können gut darauf verzichten, dass ihnen der Sitznachbar ungefragt seine komplette Lebensgeschichte erzählt.

Die Sitzlehne ist und bleibt Aufreger Nummer 1

Dass es aufgrund zurückgeklappter Lehnen und mangelnder Beinfreiheit in der engen Economy Class zu handfesten Streits an Bord kommt, kann man in letzter Zeit öfter lesen. Schlimm, wenn es deswegen zu ungeplanten Zwischenlandungen kommen muss, um sich der Streithähne zu entledigen. Zwar hat jeder das Recht, sich zurückzulehnen – dafür sind die verstellbaren Lehnen schließlich da – doch rücksichtsvolle Passagiere erkundigen sich vorher bei ihrem Hintermann, ob es ihn stören würde oder verstellen zumindest die Lehne nur langsam und ganz leicht nach hinten. Das wäre ein Kompromiss. Weniger Kompromissbereite fordern gleich ein Verbot des Zurückklappens der Sitze oder schaffen sich einen Knee Defender an. Das kleine Gerät, angebracht an der Halterung des Klapptisches, schützt den Hintermann vor dem Ausklappen der Rückenlehne. Dieses kleine Helferlein ist allerdings bei manchen Fluggesellschaften nicht erlaubt oder zumindest nicht gerne gesehen. Bei einigen Flügen stellen die Sitze jedoch kein Problem dar, wie z.B. bei easyJet und Ryanair. Auf deren Kurzstrecken lassen sich die Lehnen zum Frieden aller schlicht und einfach nicht verstellen.

Quelle: YouTube / Kesslers Knigge

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare