Das erwarten die Airlines vom neuen Verkehrsminister

Bild LuftfahrtAm Dienstag ist Deutschlands neuer Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in sein Amt berufen und vereidigt worden. Der für Dobrindt erfreuliche Posten birgt wichtige Aufgaben und auch die Luftfahrtbranche hat deutliche Forderungen an das ihm unterstellte Ministerium.

Bislang reagierte die Branche auf den neuen CSU-Minister, der das Amt von Peter Ramsauer übernimmt, verhalten bis leicht optimistisch. Deutlicher hingegen äußern Fluggesellschaften und Luftfahrtverbände ihre Erwartungen gegenüber dem zukünftigen Verkehrsministerium.

Forderungen der deutschen Airlines

An erster Stelle fordert die Branche eine Kontinuität in der Zusammenarbeit, die zuletzt sehr von Gegenseitigkeit geprägt war. Konkreter ist der Luftfahrt weiterhin die Abschaffung der Luftverkehrssteuer bzw. der Ticketsteuer sehr wichtig, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Diese Aufgabe nicht von der Agenda zu verlieren, verlangt beispielsweise auch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), die Dobrindt zugleich für seine Entschlossenheit und Entscheidungsstärke lobt. Ein zuverlässiges Bekenntnis für deutsche Flughäfen und nötige Erweiterungen von Airports wäre ebenso erfreulich, führt die ADV weitere Forderungen aus. Dabei weitere finanzielle Belastungen in Kauf nehmen zu müssen, mutet sich die Branche jedoch nicht zu. „Hier setzen wir auf die Unterstützung des neuen Bundesverkehrsministers“, so die ADV. Bislang sind dies jedoch alles nur Wünsche und Hoffnungen. Im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist hingegen, die Vermeidung von Betriebseinschränkungen an Flughäfen. Aber gerade dieser Punkt birgt großes Protestpotenzial gegenüber der Bevölkerung, denkt man nur an das Sorgenkind des Terminal 3 am Flughafen Frankfurt.

Hoffnungen auch aus dem Ausland

Aufgaben auf Dobrindt warten aber nicht nur in Deutschland, sondern kommen auch aus dem Nachbarland Österreich. Hier liegt insbesondere der Flughafen Salzburg im Fokus, denn man ist sich mit Bayern bislang uneinig, wie der Airport lärmgerecht anzufliegen ist bzw. über welchem Land mehr Landungen zumutbar sind, ohne die Zukunft des Flughafen zu gefährden. Mit Dobrindts Amtsantritt keimen nun neue Hoffnungen auf, den anhaltenden Streit um den Grenzflughafen einvernehmlich beizulegen.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare