Billigflieger in Deutschland auf dem Vormarsch

Bild Wizz Air A320Immer mehr Billigflieger erobern die großen Drehkreuze, wie Frankfurt. Bis vor kurzem waren sie fast ausschließlich auf Regionalflughäfen ansässig. Doch die Billflieger drängen zunehmend auf die internationalen Flughäfen und erhöhen somit den Konkurrenzdruck auf die etablierten Fluggesellschaften.

Während die Billigflieger sich bisher auf die kleinen Flughäfen konzentrierten, bauen sie nun ihr Programm immer weiter aus und erobern die großen Drehkreuze wie Frankfurt und München. Nach Ryanair kündigt nun auch Wizz Air an, eine Basis auf dem Frankfurter Flughafen einzurichten. Eurowings startet ab dem Sommer mit vier neuen Flugzeugen und 30 neuen Verbindungen ab München. Das hat auch Auswirkungen auf die Passagiere.

Passagiere profitieren vom Wettbewerb

Von der wachsenden Konkurrenz der Billigflieger nun auch auf den großen Flughäfen, können Flugreisende profitieren. Denn somit sinken die Preise der etablierten Fluggesellschaften und die Unterschiede zum Beispiel beim Komfort werden geringer. So sind die Sitzabstände bei Ryanair und in der Economy Class der Lufthansa gleich und beim Gepäck müssen Passagiere immer häufiger drauf zahlen, wenn sie mit einer klassischen Airline fliegen, weil die Höchstmaße und –gewichte oft niedriger sind als bei den Billigfliegern, wie Ryanair und Wizz Air. Unterschiede bei der Sicherheit gibt es ebenfalls kaum noch, da sich alle Airlines an die gleichen internationalen Vorgaben halten müssen. Doch für die Passagiere wird die Buchung immer komplizierter. Sie müssen genau überlegen, welchen Service sie nutzen wollen und wofür sie bezahlen wollen. Denn bei den Billigfliegern muss jeder Service extra bezahlt werden und auch bei den etablierten Airlines werden durch verschiedene Pakete zunehmend Gebühren verlangt. Deren sogenannte Light-Pakete sind kaum noch von dem Serviceangebot der Billigflieger zu unterscheiden.

Wizz Air wächst in Deutschland

Auch Wizz Air möchte nach Frankfurt und ab dem Sommer 2017 zwei Verbindungen von dem größten deutschen Luftfahrt-Drehkreuz anbieten. Bisher war der Billigflieger auf kleineren Flughäfen wie Memmingen, Hannover, Karlsruhe/Baden-Baden oder Frankfurt-Hahn vertreten. Seit kurzem bedient Wizz Air auch die zwei großen deutschen Flughäfen Hamburg und Köln-Bonn. Wizz Air konnte im letzten Jahr sein Passagierzahlen in Deutschland steigern. So flogen 2016 insgesamt etwa 2,7 Millionen Passagiere mit der Airline. Damit konnte sie ein Plus von 22 Prozent vorweisen.

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geschrieben von: Flugbegleiter | Airline News, Flughafen Infos | 0 Kommentare