Alitalia mit neuem Design und neuen Strecken

Foto Alitalia hat ihr Corporate Design verändertAlitalia kann wieder investieren – dank Etihad Airways. Los geht die „neue Reise“ mit einem veränderten Markenauftritt. Aber auch im Streckennetz der größten italienischen Airline soll sich etwas tun.

Neuer Look mit viel Liebe zum Detail

40 Jahre hat es gedauert, bis die erste grundlegende Änderung im Corporate Design der größten italienischen Airline vollzogen wurde. Alitalia, an der Etihad seit fast einem Jahr 49 Prozent hält, greift bei ihrem kürzlich vorgestellten neuen Look zwar auf die bekannten Farben zurück, das Design ist aber völlig neu. Die Alitalia-Flieger werden jetzt in einem elfenbeinfarbenen Grundton lackiert und zeigen damit auch optisch die Nähe zu Etihad. Das Leitwerk ziert wie bisher das stilisierte A in den italienischen Nationalfarben grün-rot-weiß.

Neue Qualität an Bord der Krisen-Airline

Die Investitionen des Mehrheitsaktionärs Etihad ermöglichen aber nicht nur die äußerliche Veränderung, sondern lassen auch noch finanziellen Spielraum für neue Sitze in der Economy und der Business Class. Zudem gibt es W-LAN an Bord und auch beim Catering sowie beim Entertainment-Angebot verspricht Alitalia in allen drei Klassen eine neue Qualität. Die neuen Sitze der Business Class stammen vom renommierten italienischen Luxusmöbelhersteller Poltrona Frau und das Geschirr liefert der Porzellanhersteller Richard Ginori. Alle 4.500 Service-Mitarbeiter werden bis zum Jahresende dreitägige Fortbildungen in der Etihad-Zentrale in Abu Dhabi absolvieren. Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren 325 Millionen Euro in die Flotte investiert werden.

Neue Pläne ohne Air France-KLM

Alitalia wird ihre Partnerschaft mit Air France-KLM laut Airline-CEO Silvano Cassano im Jahr 2017 beenden, da diese Kooperation nicht mehr zu den Plänen und Zielen passe. Zukünftig solle im Streckennetz der Schwerpunkt auf der Fernstrecke liegen. Vor allem werde es verstärkt Flüge in die schnell wachsenden Märkte in Asien und Amerika geben. Auf der Kurzstrecke sei wegen der Konkurrenz durch Ryanair und EasyJet kein Gewinn zu machen. Etihad-CEO James Hogan sieht den Schwerpunkt für Alitalia vor allem in Langstreckenverbindungen nach Südamerika. DerGolf-Carrier erhält auf diese Weise Anschluss an neue Ziele, indem Alitalia in Rom Umsteigeverbindungen nach Abu Dhabi anbietet. Das Europa-Geschäft der Alitalia wird weitgehend wie bisher fortgesetzt, allerdings in enger Abstimmung mit den anderen Etihad-Beteiligungen, wie beispielsweise Air Berlin. Bis 2017 will Alitalia wieder in der Gewinnzone angekommen sein.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare