Air Berlin und Etihad dürfen weiter gemeinsame Sache machen

Foto Air Berlin und Etihad dürfen weiterhin Codeshare-Flüge anbietenAir Berlin und Großaktionär Etihad Airways dürfen auch im kommenden Sommer wieder Codeshareflüge anbieten. Zu Jahresbeginn hatte ein Gericht die Durchführung von 26 der insgesamt 31 umstrittenen Gemeinschaftsflüge abgelehnt.

26 Codeshare-Flüge genehmigt

Air Berlin und Etihad dürfen auch über den Winterflugplan 2015/16 hinaus ihre Gemeinschaftsflüge fortsetzen. Wie erwartet hat das Luftfahrtbundesamt (LBA) grünes Licht für die Codeshares gegeben und damit Air Berlin und Etihad Planungssicherheit für den kommenden Sommerflugplan ermöglicht. Der Streit über die Durchführung von Gemeinschaftsflügen währt mittlerweile fast zwei Jahre.

Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg (Az. 7 ME 4/16) im Januar ein Verbot für Etihad-Codes auf 26 Air-Berlin-Flügen im zu Ende gehenden Winterflugplan unanfechtbar aufgehoben und nur fünf innerdeutsche von insgesamt 31 strittigen Verbindungen untersagt. Die 26 Auslands-Verbindungen können nun auch im Sommer weiter im Codeshare geflogen werden. Dieser Gerichtsbeschluss wurde bereits damals von Etihad-Airways-CEO James Hogan als „Sieg für Verbraucher und für den Wettbewerb in Deutschland“ bezeichnet. Somit sind nun die strittigen Codeshare-Flüge so lange rechtmäßig, wie die Luftverkehrsvereinbarung zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten bestehen bleibt. Die heiß umkämpften Codeshare-Flüge sind für Air Berlin existenziell wichtig: Seit 2012 haben beide Airlines mehr als zwei Millionen Fluggäste per Codeshare befördert. Air Berlin haben die Gemeinschaftsflüge insgesamt 252 Millionen Euro in die Kasse gespült.

Innerdeutsche Flüge dürfen nicht im Codeshare angeboten werden

Laut Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist Etihad – neben der Bedienung der Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg – auch berechtigt, Flüge außerhalb Deutschlands von und zu den Flughäfen Berlin, Stuttgart und Nürnberg über Codeshare durchzuführen. Hingegen stütze das Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht die Ansicht von Etihad, dass der der Golf-Airline auch die Bedienung weiterer innerdeutscher Strecken zwischen den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg oder zwischen den Flughäfen Berlin, Stuttgart und Nürnberg erlaubt werden müsse.

Video: Air Berlin & Etihad Airways

Quelle: YouTube / airberlincom

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News | 0 Kommentare