150. Maschine vom Typ A380 ausgeliefert

Foto Von Abu Dhabi aus wird der erste A380 von Etihad am 27. Dezember erstmals nach London-Heathrow fliegenAirbus hat den 150.  A380 ausgeliefert. Etihad Airways übernahm das Flugzeug bei einer Zeremonie in Abu Dhabi. Es soll am 27. Dezember in Betrieb gehen. Nach wie vor wird über das Aus für das weltgrößten Passagierflugzeuges spekuliert.

Erster A380 in der Etihad-Flotte

Der 150. von Airbus ausgelieferte A380 ist zugleich der erste seiner Art in der Flotte von Etihad. Die arabische Airline will den  Neuzugang in der Flotte am 27. Dezember auf einem Flug von Abu Dhabi zum Flughafen London-Heathrow in Betrieb nehmen. Die Fluggesellschaft hat noch neun weitere A380 bestellt. Sie bieten 498 Passagieren Platz. Sie dienen der Erhöhung der Kapazität auf  ihren am meisten nachgefragten Routen. Die Maschinen sollen demnach auf Flügen nach New York, Sydney und Paris zum Einsatz kommen. Weitere Reiseziele werden noch geprüft. Für Premium-Kunden soll es an Bord auch Appartements mit drei Zimmern geben, hat die Airline angekündigt. Die neue Klasse mit dem klangvollen Namen „The Residence by Etihad“ soll über ein eigenes Duschbad verfügen und hinsichtlich des Luxus’  Privatjet-Feeling bieten.

Spekulationen um das Ende des A380

Etihad ist weltweit die dreizehnte Airline, die einen A380 besitzt. Die arabische Emirates ist der größte A380-Kunde – 140 Exemplare des größten Passagierjet der Welt sind bestellt, von denen 55 bereits in Betrieb sind. Insgesamt läuft der Verkauf der A380-Superjumbos jedoch nicht besonders gut. Es gibt bereits Spekulationen um ein mögliches Ende der A380-Produktion, da der europäische Flugzeugbauer nach wie vor Probleme hat, weitere Maschinen dieses Typs zu verkaufen, von denen ein Exemplar einen Listenpreis von  414,4 Millionen US-Dollar hat. Auch Etihad-CEO James Hogan hat bereits angekündigt, den bestehenden Auftrag über insgesamt 10 Maschinen definitiv nicht aufstocken zu wollen – ein herber Rückschlag für Airbus. Statt des A380 bevorzugt die Fluggesellschaft  künftig auf der Langstrecke die neuen Großraummaschinen A350 von Airbus sowie den 787 Dreamliner und größere 777-Maschinen von Boeing. Es gehe einzig um die richtige Maschine für die richtige Stadt und die Wirtschaftlichkeit der Maschine, so Hogan. Auch die erhofften neuen Aufträge für weitere A380 von Kunden wie Air France-KLM und der Lufthansa sind ausgeblieben.
Airbus versucht das drohende Aus für den A380 zu abzuwenden und spielt derzeit verschiedene Szenarien durch. Finanzvorstand Harald Wilhelm will das doppelstöckige Flugzeug ab 2018 entweder mit sparsameren Triebwerken den heutigen Anforderungen anpassen oder die Produktion ganz einstellen. Konzernchef Thomas Enders hatte hinzugefügt, dass sich eine Modernisierung der Maschinen  rechnen müsse. Man werde nicht zulassen, „dass das unseren Gewinn belastet“.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Airline News, Die Flugwelt A - Z, Flughafen Infos | 0 Kommentare