Mit Vergnügen: Unterhaltung an Bord

Bild In-Seat-Monitor in der Economy-Class. Foto: Luthansa/MentzosZwölf Stunden Flug können lang werden. Auch die beste Bordverpflegung, das meist breit gefächerte Angebot an Zeitungen und Zeitschriften oder der traumhafte Blick aus dem Fenster schaffen es nicht immer, einen solchen Zeitraum kurzweilig zu überbrücken.

Damit trotzdem sowohl Kindern als auch Erwachsenen an Bord nicht langweilig wird, bieten Airlines ihren Passagieren gut ausgestattete Entertainment-Systeme.

Anfänge in den 1960er-Jahren
Richtig populär geworden ist Bordunterhaltung bereits in den 1960er-Jahren. Damals wurden Filme allerdings noch nicht auf kleinen In-Seat-Bildschirmen gezeigt, sondern mittels Projektoren auf eine Leinwand geworfen. Nach und nach hielten anschließend allerdings weitere technische Errungenschaften Einzug in die Flugzeugkabinen.

Programm immer mehr erweitert
So wurde die Qualität der Filmprojektoren optimiert. Es gab die Anschlussmöglichkeit über Kopfhörer. Bild Zur Bord-Unterhaltung gehört auch die Zeitungslektüre. Foto: FlyNikiEtwas später sind dann auch die Monitore an den Decken installiert worden, so dass selbst hintere Reihen besser sehen konnten. Ebenfalls das angebotene Programm weitete man aus. Neben aktuellen Spielfilmen flimmerten von da an genauso Dokumentationen oder Zeichentrickfilme über die Bildschirme. Oder eine Karte zeigt seitdem die aktuelle Position des Fliegers samt Flugroute an. Sogar Musik unterschiedlicher Stilrichtungen kann man lauschen.

Anfangs First-, Business-, später Economy-Class
Für Passagiere besonders angenehm war die Einführung von in Flugsitze eingebauten Monitoren, weil man von da an nämlich nicht mehr nur den Film anschauen musste, den die Airlines auf den Großleinwänden zeigten, sondern frei wählen konnte. War dieser Service anfangs weitgehend Reisenden in der Business- und First Class vorbehalten, haben mittlerweile viele Fluggesellschaften Monitore sogar in Economy-Sitzen installiert; die Unterschiede bestehen in den Bildschirmgrößen.

Bei US-Airlines sogar Live-Fernsehen
In-Seat Monitore finden sich vor allem in Langstreckenflugzeugen. Einige Airlines ermöglichen Passagieren auch den Blick auf die Erde aus unterschiedlichen Kamera-Perspektiven; insbesondere bei Start und Landung kann man nun auch vom Gang aus das Panorama genießen. In den USA bieten viele Fluggesellschaften sogar Live-Fernsehen an.

Bild Neben den Monitoren in Sitzen gibt es auch die an Decken. Foto: GrebeSpiele und Lernen via Monitor
Die kleinen Monitore sind nicht nur für Fernsehprogramme, sondern ebenfalls für Fußball-, Quiz- oder Ratespiele am Computer da; zum Teil können Passagiere sogar virtuell gegen andere Mitreisende antreten. Für Fluggäste, die während des Fluges noch was lernen möchten, werden manchmal Sprach- oder Rhetoriktraining-Programme angeboten. Zu steuern sind alle Systeme über eine Fernbedienung am Sitz.

Sogar Internet über den Wolken
Auch drahtloses Surfen über den Wolken ist mittlerweile keine Zukunftsmusik mehr, sondern wird von immer mehr Airlines offeriert, allerdings gegen Gebühr. Mittelfristig soll die Internetverbindung jedoch nicht nur auf den Langstreckenflügen, sondern auch auf den kurzen Strecken angeboten werden, damit gerade Geschäftsreisende nicht erst kurz nach dem Aufsetzen der Maschine ihre E-Mails auf dem Mobiltelefon abrufen können, sondern schon in 12.000 Metern Höhe – und sich so nicht von der Welt abgekoppelt fühlen.

fluege.de/Sebastian Ibel/KoCom

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geschrieben von: Co-Pilotin | Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare