Handy am Boden und an Bord! Das Ende der Verbotszone für Mobilfunk

Der Fluege-Lotse informiert – Die Welt des Fliegens von A bis Z: Handy

Bild MobiltelefonLange Zeit war der Platz über den Wolken eine der letzten Handyfreien Zonen. In den letzten Jahren hat sich das aber dank neuer Kommunikationssysteme in den Maschinen rapide gewandelt. Bei den meisten Airlines kann nun nach Belieben telefoniert, gesurft und SMS geschrieben werden.

Das freut in erster Linie die Geschäftsflieger, die den Flug auf diese Art zum Arbeiten nutzen können. Doch auch am Boden macht sich das Handy nützlich und ersetzt das Papierticket.

Check-In mit mobilem Endgerät

Bild mobil check-inDank des Telefons kann künftig auf die Suche nach den entsprechenden Unterlagen am Schalter verzichtet werden. Wer ein internetfähiges Handy besitzt, kann sich von vielen Airlines einen 2-D-Barcode zusenden lassen, der alle nötigen Informationen zu Passagier und Reiseverbindung enthält.

Um die Kontrollposten durchqueren zu können, wird das mobile Endgerät an einen Funkchip gehalten. Dort werden die Daten eingelesen. Damit erleichtert das Handy den Check-In und das Boarding.

Telefonieren über den Wolken

mobilfunkNachdem sich die von ruhebedürftigen Fluggästen verbreitete Mär, Handystrahlen würden das Flugzeug zum Abstürzen bringen, endlich verloren hat, muss auch an Bord nicht mehr auf das Kommunikationsmittel Nummer 1 verzichtet werden. Viele Airlines haben in den letzten vier Jahren ihre Flotten mit Systemen ausgerüstet, die verhindern, dass der Mobilfunk die Bordelektronik stört und den Passagieren Zugang zu den mobilen Diensten ermöglicht.

Die Airline Emirates konnte in diesem Jahr bereits eine positive Bilanz ziehen: Im März diesen Jahres hatten wurden bereits 160.000 Gespräche an Bord der Fluggesellschaft aus Dubai geführt. Emirates war die erste Airline, die sich für das Angebot entschied und den Service im März 2008 einführte.

Wer ist dabei, wer nicht?

Neben Emirates (Dubai) bieten auch Ryanair (Irland), TAP (Portugal), bmi (Großbritannien) die mobilen Dienste über den Wolken an, Air France zumindest eingeschränkt. Zurückhaltung ist bei den deutschen Fluggesellschaften angesagt. Nicht nur die Lufthansa und Air Berlin sträuben sich gegen die volle Umrüstung. Die Airlines berufen sich dabei auf Umfragen, nach denen die Deutschen keine telefonierenden Sitznachbarn wollen. 60 Prozent möchten über den Wolken ihre Ruhe behalten, auch wenn das Telefonieren und SMS- Schreiben technisch unbedenklich ist.

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7 Kommentare zu “Handy am Boden und an Bord! Das Ende der Verbotszone für Mobilfunk”

  1. Gößl Oliver sagt:

    Also alles schön und gut mit dem Handy über den Wolken. Ich möchte auch nicht neben einem Sitzen der 1-2 Stunden telefoniert ! Bitte extra Plätze schaffen für solche Irre ! Sms ist ja null problematisch oder Musik hören mit Ohrstöpsel.

    Gruß Gößl

  2. Linda sagt:

    Es ist schlichtwegs eine Zumutung, wenn man sich das lautstarke, meist unwichtige Geschwätz auch noch unfreiwillig im Flieger anhören muss. Es nervt schon genug im Wartebereich und bei der Landung!

  3. Norbert sagt:

    Ich kann da meinen Vorrednern nur beipflichten. In den meist voll besetzen Fliegern kann man dem Gequatsche ja nicht ausweichen. Über Stunden irgendwelchem Unsinn unausweichlich ausgeliefert zu sein finde ich unmöglich. Hoffentlich ist der Empfang in 10000 Metern Höhe nicht mehr möglich.

  4. Hubertus sagt:

    mir reichen schon die Ewig-Telefonierer in der Bahn.Wenn das jetzt auch noch im Flieger erlaubt wird–na denn gute Nacht !!

  5. Markus sagt:

    Die U-Bahn hebt ab! Wem das permanente Gesabbel von Tante Trulla mit Uschi Unwichtig über das neueste Paar Söckchen für ihren dreijährigen Enkel, Günter Geschäftsmanns bevorstehende Mittagspause mit Bernd Büronachbar oder Tina “hach, weißt Du schon das Neueste? Du, das muß ich Dir jetzt unbedingt erzählen. Hallo? … Ja, ich bin in der U-Bahn” Teenager mit Beate Blafaselblub noch nicht den letzten Nerv geraubt hat, der darf ab jetzt im Flugzeug einen neuen Anlauf dazu unternehmen. Damit dem leidtragenden Fluggast zwischen all den mitteilungsbedürftigen Megawichtigs, die es partout nicht schaffen, sich mal 2-3h normal, d.h. menschlich und sozial, zu ver- und die (Handy-)Klappe zu halten, ja nicht langweilig wird, darf Paul Playstation dann auch noch sein dudeliges Telespiel auspacken (dank seiner minderwertigen Ohrstöpsel hören genauso viele Mitfliegende das elende Gepiepse wie ohne die kleinen Knöpfchen im Ohr) und Roger Rapper bei jeder SMS von siner neuen Ische mit den neuesten geilen Gangsterklingeltönen das halbe Flugzeug unterhalten. Gratuliert Euch, Ihr Fluggesellschaften, zu dieser hervorragenden Idee der Massenunterhaltung! So billige (kostenlose) Animateure hätten die Hotels am Pool liebend gern! Aber für Geld tut Ihr ja alles, nicht wahr RyanAir?

  6. Hille sagt:

    Bitte Extraplätze für solche Ruhestörer (Handyquatscher) schaffen, sonst benötigen wir nach dem Flug psychologische Hilfe zur Wiederherstellung unserer mentalen Normalität!
    Diese ewig Quasseler nerven schon im täglichen Leben, Bus, Geschäften, Parks etc.

  7. Markus sagt:

    Extraplätze bringen aus meiner Sicht gar nichts, weil man das Gelaber viel weiter hört. Die Nichttelefonierer in der Reihe davor oder dahinter werden trotzdem belästigt.Dann muß man die Telefonierer in eine schalldichte Telefonzelle stecken, damit sie mitfliegen dürfen.

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