Dreamliner: Boeing verschiebt Auslieferung erneut
Der Flugzeughersteller Boeing muss die Erstauslieferung seines Dreamliner 787 bereits zum siebten Mal verschieben. Nach der Notlandung am 9. November soll Erstkunde ANA erst 2012 und nicht wie geplant im Frühjahr 2011 den ersten Dreamliner 787-800 bekommen.
Nicht im Frühjahr 2011, sondern erst 2012 wird der Boeing-Dreamliner nach neuestem Stand der Dinge an den Erstkunden – die japanische All Nippon Airways (ANA) – ausgeliefert. Als Grund werden massive Soft- und Hardwareprobleme, die sich nach dem Feuer während eines Testflugs am 9. November herausgestellt haben, genannt.
Software und Hardware des anfangs als „Wunderflieger” bezeichneten Dreamliner müssen tiefgreifend überarbeitet werden, und vermutlich sind zudem Neu- und Umkonstruktionen notwendig.
Boeings Dreamliner-Testflotte besteht aus sechs Maschinen, die derzeit alle Startverbot haben. Frühestens Ende Dezember werden die Dreamliner zu weiteren Testflügen abheben können. Neben den sechs Test-Maschinen hat Boeing bereits weitere 28 B787 gebaut.
22. November 2010 um 22:21
Ich finde es bemerkenswert, dass wenigstens auf einer Homepage, die sich nicht vom Namen her als sachkompetent für Flugzeugentwicklungen darstellt, ganz realistisch berichtet.
Wenn man in sog. renommierten überregionalen Zeitungen, wie z.B. in der Süddeutschen Zeitung, von vermeintlichen Sachkennern liest, so konnte man nur in der Vergangenheit von Häme und neg. Darstellung über Airbus lesen.
Dass jetzt Boeing das alles in den Schatten stellt, erzeugt in mir keine Häme, sondern es ist traurig.
Weil ich weiß, dass die Termine und Absichtserklärungen nicht die Gestalter und Ingenieure machen, sondern die Manager, die meist keine Ahnung von Technik besitzen.