Berlin punktet mit Air Berlin

Bild Air BerlinEs vergeht kaum ein Monat, in dem Air-Berlin-Chef Joachim Hunold keine neue Verbindung von Berlin aus in die Welt ankündigt und Bündnisse mit anderen Airlines schmiedet. Spätestens seit der Internationalen Tourismusbörse im März 2010 besteht keinerlei Zweifel mehr, dass Hunold weiterhin Großes in Berlin vorhat.

Allein schon der Name der Airline macht Werbung für die deutsche Hauptstadt Berlin. Wen wunderts, dass für die vielen werbewirksamen Aktivitäten der letzten Zeit der Airline reichlich Beifall gespendet wird. Vor allem im Vorfeld der Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens BBI hat Berlin für Air Berlin eine nicht zu unterschätzende strategische Bedeutung. 6.000 Umsteigeverbindungen – das sind doppelt soviele wie 2008 – will Air Berlin pro Woche realisieren. Um dies zu erreichen, werden täglich in sechs „Wellen” bis zu 22 Flugzeuge eingesetzt. Flüge in Ost-West-Richtung und zwischen Nord- und Südeuropa werden in den „Wellen” zusammengeführt, so dass die Passagiere bequem umsteigen können.
„Seit Beginn des Drehkreuzaufbaus im Mai dieses Jahres hat sich die Zahl der Passagiere, die das Air-Berlin-Drehkreuz in Tegel zum Umsteigen nutzen, verdoppelt”, teilte Flughafenchef Rainer Schwarz erst kürzlich mit. Und: Air Berlin sei schon heute die stärkste Airline auf den Berliner Flughäfen.

Den jüngsten Vorstoß in diese Richtung machte Air-Berlin-Chef Hunold am 27. Juli 2010, als er die Mitgliedschaft von Air Berlin in der Oneworld-Allianz bekannt gab. Hunold kann in der Folge mit großen Airlines wie American Airlines oder Finnair kooperieren und Buchungen und Anschlussflüge aufeinander abstimmen. Die Zahl der Ziele, die mit Air Berlin erreicht werden können, erhöht sich dadurch deutlich. So können Passagiere, die vom Winterflugplan 2010/11 an mit Air Berlin nach Miami fliegen, dort das Drehkreuz von American Airlines und im Anschluss deren Verbindungen nach Mittelamerika nutzen.

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geschrieben von: Co-Pilotin | Die Flugwelt A - Z | 0 Kommentare