Airbus: Über 1000 Stellenstreichungen – auch Deutschland betroffen

Foto Stellenabbau bei AirbusAirbus baut in Europa Arbeitsplätze ab. Durch den Konzernumbau sind auch in Deutschland über 400 Mitarbeiter betroffen. Es sollen insgesamt über 1000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zusätzlich will der Konzern Stellen von Paris und München nach Toulouse verlagern.

Bei dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus werden 1164 Stellen gestrichen. Deutschland ist dabei mit 429 Stellen betroffen. Besonders am Standort Ottobrunn bei München wird abgebaut. So teilte es der Konzern am Dienstag mit.

Fusion des Flugzeugbauers mit Mutterkonzern

Der Grund für die Stellenstreichungen bei Airbus ist die Umstrukturierung und Fusion mit dem Mutterkonzern. Die bisherige Tochter Airbus, unter der das Passagierjet-Geschäft lief soll mit der Leitung des Dachkonzerns Airbus Group zusammengelegt werden. Damit wird der Hauptsitz endgültig von Paris und München nach Toulouse verlagert. Damit werden 325 Stellen nach Toulouse verlegt, jeweils die Hälfte aus Paris und München. Das Unternehmen mit seinen 136.000 Mitarbeitern soll dadurch beweglicher gemacht werden.

Soziale Maßnahmen für Mitarbeiter geplant

Mit den Sozialpartnern laufen die Verhandlungen. Eine Einigung hierzu soll bis Mitte 2017 vollzogen sein. Es sind soziale Maßnahmen für alle betroffenen Mitarbeiter geplant. In Frankreich soll der Standort Suresnes bei Paris aufgelöst werden. Der Abbau fordert in Frankreich 640 Stellen. In Spanien sind 39 Stellen, in Großbritannien sind 54 Stellen betroffen. Es gehe bei den Streichungen um Stellen aus den Bereichen Verwaltung und Forschung, nicht aber aus der Produktion.

Konzern soll verschlankt werden

Der Chef des Konzerns Tom Enders hatte den Umbau Ende September verkündet. Es sollen Dopplungen abgeschafft und die Strukturen der Gruppe verschlankt werden. Die betreffenden Stellen aus der Verwaltung (Finanzen, Personal, Informatik, Strategie, Technik und Kommunikation) sollen gekürzt werden, um Überschneidungen zwischen Flugzeugbauer und Mutterkonzern abzubauen. Die eigentliche Fusion erfolgt dann Mitte 2017, wenn die Verhandlungen mit den Sozialpartnern abgeschlossen sind. Enders gab an: „Mit diesen schlankeren Strukturen werden wir die Leistung und Teamarbeit im Unternehmen weiter verbessern.“ Gleichzeitig werde man „im Rahmen der digitalen Transformation unseres Unternehmens auch 230 neue Stellen schaffen“.

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geschrieben von: Flugbegleiter | Die Flugwelt A - Z, Jobs | 0 Kommentare